Der Name verrät es, der Veltliner wächst am Nussberg, am linken Donauufer, im 19. Bezirk im Norden von Wien. Der Nussberg ist in Wien allerdings keine Einzellage, sondern entspricht hier der Ortswein-Kategorie. Anders als am Bisamberg auf der gegenüberliegenden Donauseite findet man hier im Boden keinen Löss, sondern vor allem Kalkstein des ehemaligen Wiener Beckens, der geologisch identisch mit dem Kalk am Leithaberg ist.
Für den Orts-Veltliner werden die Trauben aus zwei Rieden gelesen: der Ried Weisleiten und der Ried Serfellner. Während die Serfellner direkt an die Stadt grenzt und nach Südosten ausgerichtet ist, liegt die Weisleiten etwas höher auf einem Rücken und ist weniger stark exponiert. Beide Rieden sind stark kalkgeprägt und weisen massiven Kalkstein im Untergrund auf. In der Weisleiten findet sich zusätzlich etwas mehr Lehm, was den Weinen etwas mehr Reife und Druck verleiht.
In großen Teilen entspricht unser Wein des Monats dem "normalen" Nussberg-Veltliner. Nach einer selektiven Handlese werden die Trauben gerebelt und nach knapp drei Stunden Maischestandzeit gepresst. Nach kurzer Vorklärung wurde der Most spontan im Stahltank vergoren. Ein Drittel wurde anschließend im großen Holzfass ausgebaut, um zusätzliche Komplexität und Tiefe zu erhalten. Die erste Schwefelgabe gab es beim Umziehen Ende Januar. Ab jetzt wird es unterschiedlich, denn anschließend bekam unsere Partie im Gegensatz zum normalen Nussberg keinen Schwefel mehr und natürlich wurde sie ohne Filtration gefüllt.
Der Wein präsentiert sich mit einem zarten Schleier im Glas und strahlt in der ersten Nase eine angenehme Kühle aus. Zunächst eher ruhig und leicht verschlossen, zeigen sich feine kalkige Noten, Limettenabrieb, Zitronenmelisse sowie einer dezenten kräutrigen Frische. Mit Luft gewinnt der Wein zunehmend an Ausdruck und Frucht – Aromen von Boskop-Apfel und Kiwi, ohne in eine Exotik abzudriften.
Am Gaumen wirkt der Wein kernig und straff, getragen von einer grün-kräutrigen Frucht und einem kalkigen Grip. Der unfiltrierte Ausbau schenkt ihm zudem einen zarten, leicht hefigen Schmelz und eine feine Cremigkeit. Der Wein besitzt viel Zug und Druck und erinnert an salzig-hefigen Muscadet von der Loire. [JK. 05/2026]
| Sorte: | Grüner Veltliner |
| Boden: | Lehm, Kalkstein, Sand |
| Herkunft: | Wien |
| Weintyp: | trocken |
| Qualität: | Qualitätswein |
| Bewirtschaftung: | bio, biodyn, respekt |
| Charakteristik: | leicht + fruchtig |
| Kategorie: | Weißwein |
| Erzeugt in: | Österreich |
| Ausbau: | Großes Holzfaß, Stahltank |
| Jahrgang: | 2025 |
| Verschluß: | Schraubverschluß |
| Passt zu: | Fisch, Gebackenem (Schnitzel), Huhn, Gans, Pute |
| Inhalt: | 0,75 l |
| Vorhandener Alkohol: | 12,5 Vol.-% |
| Empf. Trinktemperatur: | 10-11 °C |
| Optimale Trinkreife: | 2026 bis 2029 |
| Nährwerte: je 100ml |
Brennwert / Energie
305 kJ / 73 kcal
Kohlehydrate
1,0 g
davon Zucker
1,0 g
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| Zutaten: | Trauben, Antioxidantien: Sulfite. |
| Allergeninformation: | Enthält Sulfite. |
| Bio-Kontrollstelle: | AT-BIO-402 |
| Abfüller: |
Weingut Fritz Wieninger Stammersdorfer Straße 31 1210 Wien, Österreich Telefon +43 1 2901012 |
| Artikelnr.: | 29575 |