Kissinger-Bähr

Kissinger-Bähr

Moritz Kissinger-Bähr gehört zur jungen Winzergeneration, die seit ein paar Jahren in Deutschland mächtig für Furore sorgt. Das ist nicht nur dem ideenreichen Nachwuchswinzer, sondern auch seinem Vater zu verdanken, der es Moritz überhaupt erst ermöglicht, sich so im etablierten, elterlichen Betrieb einzubringen und ausprobieren zu können. Seit dem 2024er Jahrgang ist Moritz' Ehefrau Jasmin voll ins Weingut integriert. Nach der Hochzeit folgte auch die Umbenennung des Weinguts in "Kissinger-Bähr". Gemeinsam haben sie 2024 erstklassige Parzellen in Großen Lagen wie dem Niersteiner Pettenthal sowie Hipping dazugewinnen können. Moritz und Jasmin geht es nicht darum, alle Prinzipien über den Haufen zu werfen, sondern vielmehr den Weg zurück zur Tradition zu beschreiten, weg vom industriellen und hochtechnischen Arbeiten, hin zu mehr Natürlichkeit und Individualität. Das Weingut Kissinger-Bähr liegt mit Uelversheim im Zentrum Rheinhessens in einer Ecke, die noch unter dem Radar fliegt. Das spannende Terroir mit viel Kalk im Unterboden will Moritz nutzen, um das zu ändern und wir hoffen allein schon des Namens wegen, dass die Lage Uelversheimer Geierscheiß weltberühmt wird.
Weingut Kissinger
Außerhalb 13
55278 Uelversheim, Deutschland
Telefon +49 6249 7969
Mit dem 2018er Jahrgang hat Moritz seinen ersten Jahrgang in die Flasche gefüllt, noch während seines Studiums und auch nur ein einziges Fass Chardonnay. Jedoch hat dieser karge und vibrierende Chardonnay gereicht, um uns und viele andere auf den jungen Winzer aufmerksam zu machen und nachhaltig zu beeindrucken. War sein Stil in den ersten Jahrgängen insgesamt noch etwas lauter, verspielter und reduktiver, zeigt Moritz mit den folgenden Jahrgängen eine deutliche Weiterentwicklung. Spätestens mit dem Einstieg seiner Frau Jasmin und der Änderung des Namens in Kissinger-Bähr sind die Weine deutlich erwachsener. Der Stil ist ruhiger, reduzierter und noch mehr auf den Boden fokussiert, was sich in der Gegenüberstellung des Rieslings aus dem kalkgeprägten Dienheimer Kreuz, mit dem Hipping und Pettenthal wunderbar zeigt. Inzwischen ist das Sortiment und zum Glück auch die Menge etwas gewachsen. Schon seit einigen Jahren setzen Moritz und sein Vater Weingärten neu aus, dabei stehen die Burgundersorten Chardonnay, Weissburgunder und Spätburgunder besonders im Fokus. Null Ohm heißen die saftigen und zugänglichen Einstiegsweine, die als Cuvée gefüllt werden, darüber gibt es die sortenreinen Weine von Riesling, Sauvignon Blanc, Chardonnay und in Kürze auch einen Spätburgunder. Außerdem treibt Moritz das Thema Schaumwein um, was nach Stationen bei Raumland, in England und in der Champagne nicht überrascht.

Die Weingärten wurden auch vom Senior schon biologisch bewirtschaftet, jetzt gehen die beiden noch einen Schritt weiter und arbeiten im Weingarten bio-dynamisch. Die Weine von Moritz werden spontan vergoren und der Großteil wird in gebrauchten Holzfässern ausgebaut. Bei Chardonnay und Spätburgunder ist auch mal ein neues Fass dabei und der rote Null Ohm bleibt zum Teil im Stahltank, der sauerstoffreiche Ausbau im Holz ist aber ein essentieller Bestandteil seiner Arbeitsweise. Denn dadurch werden die Weine stabiler, damit er ohne Filtration und lediglich mit einer kleiner Schwefelgabe in die Flasche gehen kann. Ja das sind Naturweine, aber mit einer herrlich unkomplizierten Art, mit viel Charme und einer geradlinigen Struktur.
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