Stajerska Slovenija

Steirisch Slowenien - so heißt das Weinbaugebiet in Anlehnung an die nördlichen Nachbarn erst seit 2006 und gehört zur Weinbauregion Podravje, eines von insgesamt drei in Slowenien. In der vom Tourismus weitgehend unentdeckten, pittoresken Landschaft reihen sich Hügel und Kessel mit steilen Weinterrassen wie Amphitheater an Amphitheater, dazwischen liegen urige reizvolle Dörfer.

Auf den Spuren der K&K Vergangenheit

Auch hier waren es Mönche die sich früh -schon ab dem 12. Jhd.- mit der Weinherstellung beschäftigten. Das Stift Admont besitzt aus dieser Zeit Weinberge in besten Lagen in Jeruzalem und obwohl das Stift in der Zeit des Nationalsozialismus enteignet wurde, hat es heute wieder 80 Hektar und betreibt erfolgreich das Weingut Dveri Pax. Im Mittealter wurden die Weine an den Höfen des kaiserlichen Wien und erzbischöflichen Salzburg sehr geschätzt. Auch heute noch sind die Einflüsse der historischen und langen Zugehörigkeit zu Österreich-Ungarn zu spüren.

Die wichtigsten Weingegenden sind an den Hängen von Haloze mit ausgeprägten anthropogenen Terrassen und im Hügelgebiet um Ljutomer-Ormoz mit dem Hauptort Jeruzalem. Mittendrin die zweitgrößte Stadt Sloweniens - das Weinbauzentrum Maribor, hier wurde der älteste noch fruchtbare Rebstock der Welt mit über 400 Jahren gefunden. Im nördlichen Teil läuft das Bergland in die Hügel von Radgona-Kapela aus und fällt dann Richtung Prekmurje und pannonischer Tiefebene ab. Die Böden bestehen überwiegend aus Kalkstein und pleistozänem Lehm, in der Südsteiermark "Opok" bezeichnet, die Winzer in Stajerska Slovenija sagen schlicht Lapor (slowenisch für Mergel) dazu. Auch das Klima in der Stajerska Slovenija ähnelt dem der Südsteiermark. Beide Gebiete sind von den Alpen und der Adria beeinflusst, aber hier im Süden regnet es wesentlich weniger, nämlich 600 Liter pro m² im Jahresschnitt. 

In Meranovo liess der österreichische Erzherzog Johann (1782-1859) ein Musterweingut von einem französischen Önologen aufbauen und gründete die erste "Steiermärkische Landes-Obst- und Weinbauschule" in der Nähe von Maribor. Ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg wurde der Weinbau modernisiert und es kamen neue Traubensorten wie z.B. Sauvignon Blanc hierher, die nun schon eine fast 200 Jahre lange Tradition hat. Das Weinbaugebiet mit 9.813 Hektar Rebfläche gliedert sich in die Bereiche: Smarje-Virstajn (ca. 1.508 ha), Haloze* (ca. 1.502 ha), Ptuj-Srednje Slovenske Gorice (ca. 735 ha), Ljutomer-Ormoz (ca. 1.085 ha), Maribor (ca. 1.830 ha), Radgona-Kapela (ca. 843 ha) und Lendavske Gorice- Goricko (ca. 1.410 ha)

*) Im Jahr 2005 hatte das Weingut Gross das Glück Weingärten in Gorca erwerben zu können, es wurde laufend erweitert, die Weinterrassen wurden neu bepflanzt, sodass nun etwa ein Fünftel der Rebfläche des Weinguts in Slowenien liegen. Solch steierische Engagments sind auch ein Beitrag um der Region ?tajerska Slovenija wieder zu altem Ruhm zu verhelfen.
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