Julien Renard

Julien Renard

Mit Julien Renard haben wir endlich unseren ersten französischen Winzer im Sortiment – zumindest fast. Denn Julien ist zwar Franzose, erzeugt seine Weine jedoch an der Terrassenmosel in Winningen. Sein Riesling-Stil ist wirklich einzigartig: niedriger Alkohol, feine Wildheit, puristische Säure und karge mineralische Struktur, zugleich klar und geradlinig. Kein überzeichneter Naturwein, sondern ein stimmiger Mittelweg. Auf gerade einmal 1,9 Hektar entstehen Weine von großer Filigranität und Finesse, dabei so geschliffen und harmonisch, als würde er schon seit Jahrzehnten Wein machen. Für uns hat ein Besuch gereicht – und wir waren hin und weg von seinen kargen Tropfen.
Julien Renard
56333 Winningen, Deutschland
Telefon +49 176 24150465

Betriebsgröße 1,9 ha

Julien Renards ganz eigenener Weinstil

Wegen der Liebe ist Julien nach Deutschland gekommen – und entdeckte hier auch seine Leidenschaft für Wein. Mit Anfang 30 entschied er sich, eine Ausbildung zum Winzer zu beginnen und absolvierte seine Lehrjahre bei keinem Geringeren als Reinhard Löwenstein. Doch schon mit seinem ersten Jahrgang 2018 war klar, dass Julien einen ganz eigenen Stil verfolgt, deutlich abgesetzt von dem seines Lehrmeisters. Das Weingut betreibt Julien im Nebenerwerb. Von der Arbeit im Weinberg bis zur Abfüllung geschieht alles in Handarbeit. Die Weine werden spontan vergoren, meist in gebrauchten kleinen Fässern ausgebaut und bleiben möglichst lange bis zur Füllung auf der Vollhefe. Ohne Filtration, ohne Schönung und mit minimalem Schwefeleinsatz gelangen sie schließlich in die Flasche.

Bei Renard gibt's mehr als "nur" Riesling

Das Ergebnis sind ausdrucksstarke, knochentrockene Weine mit eigenständigem Charakter. Für die Terrassenmosel eher ungewöhnlich ist, dass Julien nicht ausschließlich auf Riesling setzt. Zwar zählen die beiden Spitzenweine Gött’che und Le Ch’ti zu den prägenden Rieslingen des Betriebs, darüber hinaus entstehen aber auch Weißburgunder und ein außergewöhnlich spannender Müller-Thurgau – für viele einer der interessantesten Deutschlands. Seit einigen Jahren überlässt ihm sein Kumpel Christopher Barth aus Alzey in Rheinhessen einige seiner Chardonnay-Trauben, die Julien so wie seine restlichen Weine vinifiziert. Julien bringt einen frischen Wind an die Mosel, über den wir uns sehr freuen.

Fragen & Antworten zu Julien Renard

Was macht den Weinstil von Julien Renard besonders?

Die Weine verbinden niedrigen Alkohol, karge Mineralik und präzise Säure mit feiner Wildheit. Sie sind puristisch, aber nie extrem – ein ausgewogener Mittelweg zwischen Naturwein und klassischer Stilistik.

Wie arbeitet Julien Renard im Keller?

Alle Weine werden spontan vergoren, überwiegend in gebrauchten kleinen Fässern sowie im Stahltank ausgebaut und lange auf der Vollhefe belassen. Abgefüllt wird ohne Filtration, ohne Schönung und mit minimaler Schwefelgabe.

Welche Rebsorten baut Julien Renard an?

Riesling steht im Fokus, ergänzt durch Weißburgunder und Müller-Thurgau. Chardonnay wird regelmäßig bei seinem Freund zugekauft.

Warum gelten die Weine als besonders filigran?

Die Kombination aus sehr kleinen Parzellen, sorgfältiger Handarbeit und zurückhaltendem Ausbau sorgt für Weine mit großer Finesse, Klarheit und innerer Spannung.

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