Roter Veltliner

Eine seltene österreichische Rebsorte, trotz der möglichen Großelternschaft für den viel bekannteren Grünen Veltliner nur Kennern ein Begriff. "Roter" Veltliner - weil sich die Beerenhaut in der Spätreife ins rötliche verfärbt. Ein vollmundiger Wein mit eher reifen bis rötlichen Fruchtaromen.

Herkunft und Verbreitung

Die weiße Rebsorte Roter Veltliner ist wahrscheinlich von österreichischer Abstammung und hat eine zentrale Stellung als Leitsorte innerhalb der Veltliner-Familie. Durch Zufallskreuzungen entstanden daraus unter anderen die Sorten Frühroter Veltliner, Neuburger, Rotgipfler und Zierfandler. Zur Sorte Grüner Veltliner konnte jedoch bisher keine Verwandtschaft nachgewiesen werden, möglicherweise ist Roter Veltliner jedoch ein Großelternteil. Der Rote Veltliner ist eine schwierige Rebe, sehr empfindlich für allerlei Krankheiten und dabei sehr starkwüchsig, diese ungünstige Eigenschaften sind sicher auch ein Grund für die geringe Verbreitung, nur 193 Hektar (oder 0,4 Prozent) beträgt die Rebfläche in Österreich. Außerhalb Österreichs gibt es nur in der Slowakei bescheidene Bestände. Der Rote Veltliner ist sehr blüte-, winterfrost- bzw. spätfrostempfindlich, die dichten Trauben sind sehr anfällig für Botrytis und Peronospora. Die Sorte benötigt frühe und warme Lagen, am besten eignen sich fruchtbare Lehm- und Lössböden, ein Grund warum er vorallem am Wagram und im Kremstal zu finden ist.

Charakteristik

Bei entsprechend rigoroser Ertragsbeschränkung bringen die Roten Veltliner Reben eigenständige und elegante Weine mit feinwürziger Aromatik und gutem Entwicklungspotenzial hervor. Die Traube ist mittelgroß, sehr dicht und kegelförmig, die Beeren sind oval mit einer rosaroten dicken Haut in der späten Reife. Das Geschmacksbild des Roten Veltliner ist dem Grünen Veltliner durchaus ähnlich: extraktreich und füllig, durch eine lebendige Säurestruktur überaus agil, aber mit etwas weniger Würze (Pfefferl).
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