Herkunft und Verbreitung
Der St. Laurent wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts durch den deutschen Rebenveredler Carl Bronner aus Frankreich nach Deutschland gebracht. Von dort aus verbreitete sich die Rebsorte besonders stark nach Österreich, das Stift Klosterneuburg war hier Wegbereiter durch viele Ausgepflanzungen. Eine erste urkundliche Erwähnung des St. Laurent in Österreich stammt aus dem Jahr 1860. Ob die Heimat des Sankt Laurent im Elsass festzumachen ist oder in einem anderen Teil Frankreichs, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, daß die Gemeinde Saint-Laurent im Médoc etwas mit der Namensgebung zu tun hat, gilt eher als ausgeschlossen. Seinen Namen verdankt die rote Rebsorte möglicherweise den Kalenderheiligen St. Laurentius, fällt doch der Beginn der Traubenreife des Sankt Laurent am 10. August mit dessen Namenstag zusammen. Der Sankt Laurent wurde lange Zeit als Burgunderabkömmling eingeschätzt, mittlerweile mehren sich die Anzeichen einer eigenständigen Rebsorte. Außer in Österreich ist der Sankt Laurent nur noch in Deutschland, Tschechien und Slowakei von relativ geringer Bedeutung.Rebfläche in Österreich: 732 Hektar (oder 1,6 %)
Rebfläche in Deutschland: 650 Hektar (oder 0,6 %)
