Herkunft, Verbreitung und Charakteristik
Die rote Rebsorte zählt zu den ganz großen der Welt, den Cépages nobles. Höchstwahrscheinlich aus Frankreich stammend (natürliche Kreuzung von Cabernet Franc & Sauvignon Blanc), urkundlich erstmals 1635 im Bordeaux erwähnt. Erst ab Ende des 18. Jahrhunderts trat die Sorte im Bordeaux verstärkt in Erscheinung, besondere Verdienste werden Armand d'Armailhacq und Baron Hector de Brane zugeschrieben. Heute dominiert Cabernet Sauvignon vor allem die großen Weine des linken Gironde-Ufers in Médoc, Saint-Estèphe, Pessac-Léognan, Margaux und Pauillac während der Merlot am rechten Ufer vorherrscht. In Österreich ist der Cabernet Sauvignon seit 1986 als Qualitätsweinsorte zugelassen und in den vergangenen Jahren verstärkt im Burgenland und in Niederösterreich angepflanzt worden (558 ha.) In Deutschland sind ca. 350 Hektar in Ertrag. Die Hauptsorte im Bordeaux (27.000 ha) und in einigen Überseeländern, mit weltweit 290.000 Hektar Rebfläche auf Platz eins im Sortenranking.Die Sorte ist ertragssicher und bevorzugt heiße, trockene, sandig-steinige Böden. Die Trauben sind mittelgroß, sehr lockerbeerig, teils geschultert. Die Beeren sind klein, schwarz mit dicker, harter Beerenhaut und vielen Kernen. Reift je nach Klima mittelspät bis spät und war deshalb bisher südlicheren Regionen vorbehalten. Die Weine der Sorte sind außergewöhnlich stoffig, von tiefer Farbe. Beerenbukett nach Veilchen, Vogelbeeren, grüner Paprika und ganz typisch der Cassiston. Die Weine sind oft erst nach längerer Reifung gut trinkbar. Speisen-Empfehlung: Essen zu festlichen Anlässen mit dunklem, kräftigen Fleisch oder Wild.