um rote Rebsorte BARBERA aus Italien ranken sich einige Legenden - wie: angeblich bereits im 7. Jahrhundert von den Langobarden im Piemont gezüchtet. Wie dem auch sei, Anfang des 20. Jhdt. hat sie sich -speziell im Piemont- zur "Volkstraube" entwickelt und Anfang der 1990er Jahre an die 50.000 Hektar Rebfläche erreicht.
Die wüchsige Barbera-Nera-Rebe eignete sich hervorragend zur Erzeugung riesiger Mengen Massenwein die den Markt überschwemmten. Dann kam noch der 1985 aufgedeckte Skandal mit gepanschten Barberaweinen hinzu. Sodaß in der Folge die Weine dieser Sorte nahezu unverkäuflich wurden und die bestockte Rebfläche auf ein heutiges Drittel sanken. Mittlerweile wurde das Potential der Sorte erkannt und mit niedrigeren Erträgen gehoben.
Herkunft und Verbreitung
Gemäß DNA-Analysen aus dem Jahre 2021 entstammt sie einer natürlichen Kreuzung zwischen einer unbekannten Mutter und vermutlich Coccalona Nera. In Italien belegt sie insgesamt etwa 15.000 Hektar Rebfläche (weltweit etwa 17.000 Hektar – bei stark fallender Tendenz), das meiste davon im Piemont. Nennenswerte andere Bestände gibt es eigentlich nur in Kalifornien.
Charakteristik
Die mittel bis spät reifende, ertragsstarke Sorte ist u.a. anfällig für die Blattrollkrankheit. Die Trauben sind walzen- bis konusförmig und dichtbeerig, die leicht ovalen Beeren sind groß und von blauschwarzer Farbe. Sie erbringt rubinrote, säurebetonte und alkoholreiche Rotweine mit sanften Tanninen und Aromen nach Kirschen und Pflaumen. Ihre kräftige Säure behält sie selbst in heißem Klima und hohen Alkoholwerten von bis zu 15,5 vol.-%.