Der Furmint passt perfekt ins warme Klima des Burgenlandes, Ungarns und Sloweniens. Er reift spät, erzeugt nur wenig Zucker und behält immer eine ordentliche Säure sowie eine feines Tannin - perfekte Anlagen für frische, strukturierte Weißweine in einer warmen Weinbauregion. Im Zuge des Klimawandels mit immer weiter steigenden Temperaturen hat der Furmint gegenüber vielen anderen weißen Rebsorten da die Nase vorn. Die Kehrseite ist die dünne Schale, die den Furmint anfällig für Botrytis macht, was für die Süßweine des Tokajs zwar essenziell, für trockene Sortenvertreter aber ganz und gar unerwünscht ist. Ähnlich wie Pinot Noir ist der Furmint eine Diva im Weingarten und muss aufwendig umsorgt werden, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Das schreckte Winzer oft ab und lies sie den Furmint vielerorts roden und durch einfachere und ertragsstärkere Sorten ersetzen. Nun geht der Trend glücklicherweise aber wieder in die andere Richtung und es werden auch wieder neue Weingärten mit Furmint bestockt.
Der hervorragende Essensbegleiter Furmint lässt sich ungemein vielfältig kombinieren und macht den Boden schmeckbar, auf dem er gewachsen ist. Wir freuen uns schon auf weitere Sortenvertreter in den nächsten Jahren, wenn die frisch ausgepflanzten Furmint-Weingärten erste Erträge bringen!
