Dolcetto

Dolcetto ist eine rote Rebsorte aus Italien. Der Name „kleine Süßer“ leitet sich wohl von süßen, eher säurearmen Trauben her. Einen besonderen Ruf als Qualitätswein genießt der Dolcetto d’Alba mit dem DOC-Siegel, der in den Hügeln rund um Alba im Piemont angebaut wird. Trotz ihrer Beliebtheit im Piemont hat Dolcetto nie großen internationalen Ruhm erlangt.

Herkunft und Verbreitung

Die Abstammung der sehr alten Sorte ist nach-wie-vor unbekannt. Ihr Ursprung wird manchmal in Frankreich verortet, von wo aus sie im 11. Jahrhundert nach Monferrato eingeführt worden sein soll. Nachweislich wird sie seit dem 14. Jahrhundert im Piemont und Ligurien angebaut. Im Piemont war die Sorte sehr weit verbreitet und früher die Hauptsorte der Region, wurde jedoch vielfach -bis in jüngster Zeit- durch die Sorte Barbera bzw. Nebbiolo ersetzt. Sie belegt in Italien (noch) etwa 4.000 Hektar Rebfläche. Winzige Bestände gibt es darüber hinaus im französischen Languedoc, der Schweiz, Australien und in den USA.

Charakteristik

Die frühreifen Dolcetto-Trauben liefern einen intensiv rubinroten Wein mit leichter Tendenz zu Granat-Tönen in der Alterung. Sie erbringt fruchtige, farbintensive Rotweine mit sanften Tanninen und Aromen nach schwarzen Kirschen, Pflaumen, Brombeeren, Lakritze und leicht bitteren Mandeltönen.

 



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