Ausbau: Barrique (225 ltr.)

bezeichnet den Weinausbau in kleinen Eichenfässern mit 225 Liter Volumen (bzw. das Piéce im Burgund mit 228 Liter) in der Erstbelegung. Neben der Holzherkunft, meistens aus Frankreich oder Kalifornien, hat das "Toasting" (das Ausflammen bei der Fassherstellung) und die Dauer der Einlagerung einen entscheidenden Einfluß auf die Intensität und Ausprägung der Holz- bzw. Röstaromen im Wein. Eine weitere Rolle spielt ob der Wein nur zur Reifung ins Fass kommt oder auch darin vergoren wird.

Erfunden wurden diese Fässer im Bordeaux zum Transport, schon im späten Mittelalter wurden große Mengen Wein so nach England verschifft, eher zufällig wurde dann herausgefunden, dass der Wein durch längere Lagerung in eben diesen Fässern nicht nur haltbar ist - sondern auch besser schmeckt. In allen anderen Ländern kam der Barrique-Ausbau aber erst in den 1970er-Jahren in Mode. Mittlerweile wird auch Eiche vom Pfälzerwald, Manhartsberg oder aus Slowenien und auch andere Holzarten wie Akazien oder Kastanien zu Herstellung verwendet.