Herkunft / Verbreitung
Der Gutedel ist eine der ältesten Rebsorten, sie wurde bereits im fünften Jahrtausend in Libanon kultiviert. Die Rebsorte kam wahrscheinlich durch die Phöniker nach Europa und fand dann ihre Verbreitung durch die Griechen und die Römer. Die Rebe wird weltweit als (rote und weiße) Tafeltraube angebaut. Im französisch sprechenden Teil der Schweiz wird sie Chasselas bzw. Fendant genannt und ist dort von großer Bedeutung. Ähnliches gilt fürs Markgräferland in Südbaden (zwischen den Städten Freiburg und Basel), von den ca. 3.000 Hektar Anbaufläche in dieser Region, ist mehr als ein Drittel mit Gutedel bestockt. Die große Verbreitung in Baden geht auf Aktivitäten des Markgrafen Karl Friedrich von Baden zurück, der 1780 aus Vevey am Genfersee Pflanzgut in die Gegend südlich von Freiburg, dem heutigen Markgräflerland brachte, im 19 Jhd. hatte der Gutedel im Markgräflerland den Weißen Elbling und Spätburgunder fast gänzlich verdrängt. Auch im Elsass gibt es kleine Rebflächen vom Gutedel. Heute sind die Rebflächen sowohl als Wein- als auch als Tafeltraube weltweit rückläufig.Rebfläche in Deutschland: 1150 Hektar (oder 1,1%).
