// Wein des Monats August
Bester Gutswein der Steiermark
Handarbeit in kargen Steillagen, Spontangärung, 17-monatiger Ausbau in großen Holzfässern - ein ganzes Jahr davon auf der Vollhefe. Was eindeutig nach Top-Segment klingt, ist beim Weingut Gross ein Gebietswein. Allerdings nicht irgendeiner, sondern der fantastische Sauvignon Blanc Bergwein 2024 - unser Wein des Monats im August.
Bereits den Jahrgang 2022 hatten wir als besten Gutswein der Steiermark bezeichnet. Der aktuelle 2024er gefällt uns noch einmal besser und stellt für uns mühelos auchdie meisten Ortsweine in den Schatten.
Wir sind Bergwein-Fans der ersten Stunde. Schon der erste vinifizierte Jahrgang 2019 hat uns als anspruchsvoller und strukturierter Gegenentwurf zu den meist fruchtbetonten Sauvignon Blancs im Einstiegspreisbereich begeistert. Der Bergwein stammt ausschließlich aus Steillagen und war schon immer straffer, steiniger und geradliniger als viele seiner Mitbewerber - und damit unsere erste Empfehlung für alle, die einen preiswerten Sauvignon Blanc suchen, der mehr als nur Frucht mitbringt.
Mit dem aktuellen Jahrgang 2024 hat der Bergwein nun noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Wie alle Weine von Johannes präsentiert er sich heute fokussierter, präziser und mit einer noch engmaschigeren Textur. Gleichzeitig hat Johannes die Vinifikation noch stärker an seine Lagenweine angelehnt: Während der Bergwein früher teilweise im Stahltank ausgebaut wurde, verbrachte der Jahrgang 2024 erstmals ein ganzes Jahr auf der Vollhefe und reifte anschließend weitere fünf Monate auf der Feinhefe. Das Ergebnis ist ein Wein mit außergewöhnlicher Spannung, Würze und Tiefe - der uns gerade in Anbetracht seines moderaten Preises wirklich begeistert.
Und trotzdem gibt es ihn im August mit bis zu 15% Rabatt. In unserer Vinothek können Sie den Bergwein außerdem den gesamten Monat über kostenlos probieren.
Sauvignon Blanc ist und bleibt aber nach wie vor die wichtigste Rebsorte des Weinguts - umso mehr freuen wir uns, mit dem Sauvignon Blanc Eremit WHB Historischer Doppelbesitz 2021 erstmals auch den absoluten Spitzenwein vom Weingut Gross im Sortiment zu führen. Im aktuellen Gault & Millau Weinguide wurde er mit 99 Punkten als bester österreichischer Weißwein ausgezeichnet. Und was es mit seinem außergewöhnlichen Namen auf sich hat, erfahren Sie weiter unten.
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Mehr über das Weingut Gross
Das Weingut Gross wird heute von Johannes und seiner Frau Martina geführt. Dabei konnten sie auf eine mehr als solide Basis aufbauen: Unter der Führung von Johannes' Vater Alois zählte das Weingut als STK-Gründungsmitglied zu den stilprägenden und besten Betrieben der Region. Dennoch haben die beiden gezielt an einigen entscheidenden Stellschrauben gedreht und die Weine so auf ein neues Niveau gehoben. Zu nennen ist hier in jedem Fall die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung, die in den feucht-warmen Sommern der Steiermark deutlich anspruchsvoller ist als anderswo. Die Vorteile für Böden und Umwelt waren Johannes von Beginn an klar. Vom Ausmaß, in dem die Weine dadurch an Charakter, Präzision und Ausdruck gewannen, war selbst er überrascht. Darüber hinaus merkte Johannes schnell, dass er zu detailverliebt und qualitätsbesessen ist, um rund 50 Hektar Rebfläche, die das Weingut damals zählte, vollumfänglich zu bewirtschaften. Um den Charakter jeder einzelnen Lage präzise und bis ins kleinste Detail herauszuarbeiten, reduzierten er und Martina die Rebfläche um mehr als 15 Hektar. Der Fokus liegt seither konsequent auf den besten Lagen und vor allem auf den ältesten Reben. Das finale Puzzleteil war schließlich der Entschluss, den Weinen deutlich mehr Zeit zur Reife im Fass zu geben. Die neuen Jahrgänge zeigen sich dadurch noch einmal ruhiger, fokussierter und charakterstärker. Passend zur stilistischen Weiterentwicklung gefällt uns auch das Rebranding der Flaschen und Etiketten. Dass die Weine nun in Burgunderflaschen gefüllt werden, unterstreicht die stilistische Weiterentwicklung zu mehr Ruhe, Würze und Eleganz. So kommt der stilistische Unterschied zu den fruchtbetonten, unkomplizierten Mitzi und Jakobi auch im Design zum Tragen. Schön finden wir auch das achteckige, an die Labels der 1990er Jahre angelehnte Etikett. Zu dieser Zeit stellte Papa Alois die Weichen für den heutigen Erfolg.
Wo wächst der Bergwein & wie wird er gemacht?
Bergwein ist kein Fantasiename, sondern ein geschützter Begriff, der die schweißtreibende Arbeit in Steillagen betont. Alle verwendeten Trauben müssen aus Lagen mit mindestens 26% Gefälle stammen. Die meisten Lagen, die in den Bergwein wandern, sind aber nochmals deutlich steiler. Hier sind die Böden meist karger, die Erdauflage ist dünn. Die Trauben wachsen auf dem typischen Opok und noch kargeren Muschelkalkböden. Doch auch die ein oder andere kalkfreie Parzelle mit sandigen und zum Teil lehmigen Böden finden ihren Weg in den Bergwein. Auch wenn der Rebsortenname auf dem Etikett steht, besteht der Bergwein nicht zu 100% aus Sauvignon Blanc - es fließen nämlich auch rund 10% Welschriesling von besonders alten Reben mit ein.
Die Lese und Traubenselektion erfolgen ausschließlich von Hand, auf eine schonende Ganztraubenpressung folgt eine langsame, spontane Gärung im traditionellen großen Holzfass. Nach zwölf Monaten auf der Vollhefe und nochmals fünf Monaten auf der Feinhefe wurde der Bergwein schließlich unfiltriert gefüllt.
Wie schmeckt der Wein des Monats?
Die Nase ist filigran und beginnt mit zarter Rauchigkeit vom Kalkboden, dazu etwas Limette und kühle Kräuter, frisch und leichtfüßig, duftig und trotzdem zurückhaltend. Am Gaumen mit viel Saftigkeit, dazu direkt ein salziger Touch und eine griffige Kalkmineralik, tänzelnd und elegant, wieder Limette und dazu ein Hauch Stachelbeere, vollmundig und mit straffen Zug. Die Balance ist herrlich und der Bergwein zeigt sich ungemein animierend und mit toller Intensität.
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