Kurzbezeichnung für Pilz-Widerstandsfähige Rebsorten, die eine gewisse bis große Resistenz gegen die häufigen Pilzkrankheiten wie Echter Mehltau (Oidium), Falscher Mehltau (Peronospora) und Grauschimmel (Botrytis) mitbringen. PIWI-Sorten entstammen gezielten Kreuzungen vor allem zwischen euröpäischen und amerikanischen Sorten. Viele dieser Sorten, die auch als Hybriden benannt werden, entstanden schon im Zeitraum vor 1935 in Frankreich. Man wollte die Resistenz der amerikanischen Reben gegen die Reblaus mit der Qualität der europäischen Vitis vinifera kombinieren. Die Hoffnung, diese Reben könnten trotz Reblaus trotzen, erfüllte sich jedoch leider nicht.
PIWI ist keine weinrechtliche Bezeichnung, es gibt also keinen Weintyp "PIWI-Wein". Der Grad der Widerstandsfähigkeit gegen Pilzkrankheiten kann je Sorte recht unterschiedlich sein, auch der teilweise auftretende FOX-Ton ist einer schnelleren Verbreitung hinderlich. Erst in den 1970er-Jahren gelang es, durch Züchtungsinitiativen diese Eigenschaften auszukreuzen. Die dabei entstandenen Sorten hatten europäischen Charakter und leiteten die Zeit der „modernen“ PIWI-Kreuzungen ein. allem das Weinbauinstitut in Freiburg (Baden), Changins (Waadt, Schweiz), Geilweilerhof (Pfalz) und Geisenheim (Rheingau) Hier eine kleine Aufzählung der gängigsten Sorten: Blütenmuskateller, Bronner, Cabernet Blanc, Cabernet Cortis, Donauriesling, Johanniter, Muscaris, Pinotin, Rathay, Regent, Roesler, Sauvignac, Solaris und Souvignier Gris. In Deutschland sind aber dennoch mittlerweile 2.700 Hektar (oder 3%) Rebfläche mit PiWi's bestockt, in Österreich etwa 850 Hektar (oder 2%) - Stand 2022.