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Languedoc-Roussillon

Das größte Anbaugebiet, die meisten Sorten, die bescheidenste Weinqualität - man kann einfach nicht über Languedoc-Roussillon reden ohne Superlative zu verwenden. Aber es hat sich einiges getan in den letzten drei Jahrzehnten, und zumindest das mit der Qualität hat sich dank Ertragsdezimierung und engagierten Winzern stark verbessert. Zählt man das deutlich kleinere Roussillon hinzu so reden wir beim Languedoc-Roussillon mit seinen insgesamt 257.000 Hektar Rebfläche auch heute noch vom größten zusammenhängenden Weinbaugebiet der Welt. Zum besseren Vergleich: das ist zweieinhalb Mal die Gesamtrebfläche Deutschlands. Andererseits auch schon wieder fast beschaulich klein bedenkt man, dass es Mitte der 80er Jahren noch sage und schreibe 400.000 Hektar waren.

Vom Massenweinerzeuger zum Bio-Vorreiter

Hier, im warmen Süden Frankreichs zwischen den Städten Nimes und Perpignan liegt das Languedoc-Roussillon wie ein Halbmond an die Mittelmeerküste geschmiegt. Im Südwesten thronen die Pyrenäen, die naturgegebene Grenze zum Nachbarland Spanien. Der Weinanbau spielte seit jeher eine enorme wirtschaftliche Rolle für die sehr ländlich geprägte Region, wo man heute rund 300 unterschiedliche Rebsorten findet. Im sechsten Jahrhundert vor Christus fingen die Griechen und Etrusker an hier die ersten Rebstöcke zu pflanzen, einige Jahrhunderte später folgten die Römer und später waren es dann christliche Mönche die vor allem an günstig gelegenen Hängen der Cévennen und Pyrenäenausläufer immer regeren Weinbau betrieben. Als man nach der Reblausplage dann aus wirtschaftlichen Gründen vorrangig schnell wachsende Sorten pflanzte, und auch mehr und mehr in die Ebenen ging, war man irgendwann bei besagter Zahl von 400.000 Hektar angekommen. Geerntet wurde nach dem Maximalprinzip mit teils 200 hl Ertrag pro Hektar – entsprechend dünn, farb- und geschmacklos waren die Ergebnisse und wurden als einfachste Tafelweine oder gleich direkt für die Branntweinproduktion verwendet.

Dass sie mit Wein von so geringer Qualität langfristig keinen Erfolg haben werden und dass damit auch das wirtschaftliche Standbein ihrer Region zu wackeln beginnt, haben dann Mitte der 80er Jahre Gott sei Dank auch die hiesigen Winzer verstanden und zogen die Notbremse: Es gab massive Rodungen in den tiefliegenden „Vollernter“-Ebenen, starke Ertragsreduzierungen und man setzte nun vermehrt auf den Anbau von Qualitätsrebsorten. Durch die günstigen, trockenen und warmen Wetterverhältnisse besteht im Languedoc-Roussillon keine sonderlich hohe Gefahr durch Pilzbefall und das wiederum ist eine ideale Voraussetzung für biologischen Weinbau. Und so begann der Aufstieg des Massenweinproduzenten zum führenden Biowein-Produzenten: 7% der weltweiten Bio-Rebfläche finden sich im Languedoc wieder.

Die Rebsorten und die Weine

Neben den AOC Weinen spielen im Languedoc, bzw. im gesamten Midi wie der Süden Frankreichs inklusive der Provence genannt wird, auch die Landweine nach wie vor eine große Rolle: Pays d’Oc nennen sie sich und sind fast ausschließlich sortenreine Weine, in denen auch viel Cabernet, Merlot, Pinot Noir oder Chardonnay zu finden ist und die überall aus diesem wirklich riesigen Gebiet stammen können. Qualitativ haben sie aber bei Weitem nichts mehr mit dem „alten“ Languedoc zu tun. Die AOC-Weine hingegen stammen immer aus klar umrissenen Regionen und sind meist Cuvées aus klassischen Sorten. Auf einem Drittel der Fläche wächst bis heute der robiste Carignan, der aber mittlerweile als Qualitätsrebsorte kultiviert wird und nicht mehr nur ob seines hohen Ertrags. Als „Veredelungssorten“ folgen Grenache Noir, Cinsault, Syrah und Mourvèdre. Ein großes, buntes Bouquet unbekannter und auch autochthoner Rebsorten gesellt sich dazu. Weiß-, Rosé-, Süß- und Schaumweine machen zwar gerade mal 15 % der Produktion aus, bringen aber Weine mit viel Charakter und Trinkspaß hervor. Die wichtigsten weißen Rebsorten sind Grenache Blanc, Grenache Gris, Rolle, Macabeu, Rousanne, sowie Muscat à Petit Grains und Muscat d’Alexandrie.

Abschließend kann man auf jeden Fall festhalten, dass sich das Languedoc-Roussillon sehr gemausert hat und mittlerweile viele renommierte Winzer aus anderen Gebieten hier Rebflächen erworben haben. AOC Weine aus dem Languedoc sind meist noch zu einem extrem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu haben, da sich die Region zwar langsam von ihrem angekratzten Ruf erholt hat, aber immer noch ein bisschen unter dem Radar schwebt.
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