Abgekürzt: TBA, deutsche und österreichische Wein-Spezialität, vor allem im Burgenland. In Österreich mindestens 30° KMW, aus überreifen und edelfaulen Trauben. Die Edelfäule (Botrytis) tritt in seltenen Jahren bei idealer, feuchtwarmer Witterung auf. Sie perforiert die Haut der vollreifen Beeren, wodurch das Fruchtwasser verdunstet und der Zuckergehalt der rosinenartig geschrumpften Beeren stark ansteigt. Der daraus gewonnene… Trockenbeerenauslese (TBA) weiterlesen
Glossar
Trockenzuckerung
Zucker darf beim Aufbessern nur im Traubenmost, nicht aber in Wasser (Naßzuckerung) aufgelöst werden.
Trollinger
Troncais
Beliebtes Eichenholz (Barrique) aus dem französischen Departement Allier.
Tropfbewässerung
Form der künstlichen Bewässerung (etwa in der Wachau), aus knapp über dem Boden installierten Schläuchen tretten in regelbaren Zeitabständen an perforierten Stellen gezielt bei allen Rebstöcken Wassertropfen aus.
Trousseau
Trousseau ist eine speziell im Jura weitverbreitete Rotweinsorte, hier wurde sie auch 1732 erstmalig urkundlich erwähnt. Weintrinker lieben ihn – Winzer weniger: er treibt früh aus und ist daher anfällig für Spätfrost. Die Weine haben einen eigenwilligen Charakter und erinnern an rote Waldfrüchte, Wacholderbeeren und Lorbeer und neigen eher zu sprödem Tannin. Im Jura stehen… Trousseau weiterlesen
Trub
tschechern
Österreichischer Ausdruck für viel und schnell trinken Kampftrinken.
Überpumpen
Auch: Umpumpen, Umwälzen, das bei der Maische-Gärung übliche Vermischen des gärenden Mostes mit den sich absetzenden Tresterhut. Um diesen Vorgang, so schonend wie möglich zu gestalten, wird der Most vom Boden abgepumpt und über den Tresterhut gespült, ohne dass es zu mechanischen Verletzungen von Stielen und Kernen kommen kann. Dadurch wird die Extraktion der Farb-… Überpumpen weiterlesen
Uhudler
Die Geburtstunde dieser typisch österreichischen Rarität schlug Anfang des 20. Jahrhunderts und wurde eigentlich durch die Reblaus verursacht. Als Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa Amerikaner-Reben eingeführt und teilweise mit Europäer-Reben gekreuzt wurden, blieben trotz der dann weit angewendeten Veredelung von Rebstöcken Bestände mit wurzelechten Amerikaner-Reben (sogenannte Direktträger) stehen. Im Jahre 1929 wurde eine Kennzeichnungspflicht… Uhudler weiterlesen
Umami (Glutamat)
jap.: wohlschmeckend, auch Glutamat genannt, ist das Salz der Glutaminsäure, einer einfachen Aminosäure. Der Stoff entwickelt geschmacksverstärkende Eigenschaften in Nahrungsmitteln. Die Nutzung dieser Eigenschaften hat in der fernöstlichen Küche eine lange Tradition. Neben den vier traditionellen Geschmacks-Richtungen bitter, salzig, sauer und süß wurde der als Umami benannte Geschmack als fünfter nachgewiesen und in der Geschmacks-Physiologie… Umami (Glutamat) weiterlesen
Umathum
Josef Umathum (Betonung auf thum, stilles a) aus Frauenkirchen (Burgenland) ist auch außerhalb Österreichs einer der bekanntesten Winzerpersönlichkeiten, schon in den 90er Jahren war sein Cuvee HALLEBÜHL kult. Mehr über den Winzer und seine Weine.
Umkehrerziehung
Die Umkehrerziehung ist eine Reberziehungsmethode, bei der die Triebe nicht vom Boden aus nach oben wachsen, sondern von oben herabhängen; Die Kordone sind dazu in ausreichender Höhe (ca. 1,8m) an einem einzigen Drahtseil befestigt und zusätzlich erhält jeder Rebstock eine Stütze; die Triebe selbst werden weder gebogen noch geheftet sondern wachsen senkrecht aus den Kordonarmen… Umkehrerziehung weiterlesen
Umkehrosmose
Bei der Weinbereitung versteht man darunter ein Verfahren, durch Entzug von Wasser den Wein oder Most zu konzentrieren. Bei der so genannten Umkehrosmose werden unterschiedliche Molekülgrößen von Flüssigkeiten mittels Membranen ausgenützt.
Umziehen
Der klare Wein wird vom Geläger getrennt.
Ungarn
Ungarn hat eine sehr alte Weinbau-Kultur – Weine aus Sopron und Eger waren schon im 13. Jahrhundert ein Begriff. Die Griechen führten den Weinbau in Ungarn von Südosten her die Donau und deren Nebenfluss Theiß aufwärts und die Römer von Westen her über die pannonische Ebene bis zum Plattensee ein. Karl der Große soll vom… Ungarn weiterlesen
ungarn
Der in Österreichs Rieden seit langem heimische Welschriesling ist mit dem Riesling (Rheinriesling) nicht verwandt. Die genaue Herkunft ist nicht gesichert, möglicherweise stammt er aus Italien, DNA-Analysen zeigen überraschenderweise nach Spanien (mit der Sorte Borba identisch), andere wiederum meinen Kroatien (Synonym: Graševina) sei die Heimat, auch der Ebling ist als nächster Verwandter im Umlauf. Der… ungarn weiterlesen
Unterlagsreben
Wegen der Reblaus Resistenz sind dies meistens Amerikanerreben.
untypische Alterungsnote
abgekürzt: UTA, junger Wein schmeckt älter als er tatsächlich ist. Verantwortlich dafür ist die Indolessigsäure, welche oxidiert. Erst in der letzten Phase der Beerenreife werden jene Stoffe (u.a. Phenole) gebildet, die dies verhindern. Frischer leichter Wein aus einer frühen Lese neigt leichter dazu als aus physiologisch reifem Erntegut.
Urgestein
besonders in der Wachau verbreitet – verwitterte Urgesteinsböden auf den Steinterrassen,
Vakuumverdampfung
Eine verbesserte Technik der Vakuumpumpe (denn Wasser verdampft bei geringerem Luftdruck bei bereits 30 °C) zur Herstellung von konzentriertem Traubenmost, bei der wesentlich weniger Geschmackstoffe verloren gehen. In der EU erlaubt, ein übermäßiger Einsatz führt zu marmeladigen Wein.
vegetabil
Bezeichnung für „pflanzlichen“ Geruch (auch vegetativ) im Rahmen einer Weinansprache. So ein Wein riecht nach frischem Gras, grünen Bohnen, grünem Papika, grünem Spargel, Heu, grünen oder schwarzen Oliven.
Veltlin
Das Veltlin ist Teil der italienischen Region Lombardei, es beginnt im Nordosten im Kessel von Bormio und endet mit der Mündung der Adda in den Comer See. Es wird seit Jahrhunderten in den weitläufigen Weinbergen des mittleren und unteren Veltlins Wein hergestellt, ein Veltliner. Die Rotweine (z.B. Inferno, Sforzato, Grumello, Montagna, etc.) werden überwiegend im… Veltlin weiterlesen
Veltliner
Kurzform für Grüner Veltliner
Veredelung
Im Weinbau versteht darunter eine vegetative Vermehrung eines Rebstocks, wobei ein etwa drei Zentimeter langes Edelreisig mit einer etwa 20 Zentimeter langen reblauswiderstandsfähigen amerikanischen Unterlagsrebe verbunden wird. Meisten wird hierzu ein an den griech. Buchstaben Omega erinnernder Schnitt verwendet. Nach dem Verwachsen der beiden Teile entwickelt sich aus dem Auge des Edelreisigs der Oberteil und… Veredelung weiterlesen
