Vielfältiges Kamptal – Eine Region mit vielen Facetten

Es gibt in Österreich keine andere Region, die so vielfältig und facettenreich ist wie das Kamptal. Dabei lässt es sich aber im Gegensatz zur Nachbarregion Wachau in keine Schublade stecken und spielt trotzdem durchwegs auf höchstem Qualitätsniveau. 

Angefangen hat alles – wie auch im Wagram oder dem Weinviertel – mit leichtfüßigen und trinkigen Grünen Veltlinern. Allerdings wollten sich die umtriebigen Winzer des Kamptal nicht damit zufrieden geben, preislich attraktive Basisweine zu erzeugen. Die Rieslinge und Veltliner aus den Toplagen der Region gehören inzwischen zu den besten des Landes und sind ohne Botrytis und hohe Alkoholwerte oft klarer und balancierter als die der berühmten Nachbarn. Natürlich spielt der Grüne Veltliner auch hier weiterhin die Hauptrolle. Dahinter haben sich aber auch weiße und rote Burgunder sowie der ein oder andere Zweigelt in Stellung gebracht, die Rosés aus dem Kamptal gehören eh längst zu unseren Publikumslieblingen. Auch das Thema Naturwein beschäftigt die Kamptaler Winzer und es überrascht nicht, dass selbst große Produzenten wie Loimer oder Jurtschitsch schon seit vielen Jahren in dieser Richtung mitmischen.

Aber damit nicht genug: quasi nebenbei entstand durch die Vorreiter Willi Bründlmayer und Karl Steininger im Kamptal die Keimzelle für Österreichs Winzer-Sekte. Auch hier sind Vielfalt und Qualitätsniveau beeindruckend – vom unkomplizierten Pet Nat über saftige Rosé-Sekte bis hin zu großen Jahrgangs-Schaumweinen wird im Kamptal alles geboten, seitdem sich mit Loimer, Gobelsburg und Jurtschitsch weitere spannende Sekt-Produzenten einen Namen gemacht haben.

Die Region ist geschmacklich wie qualitativ prägend für Österreich und schafft es immer wieder, auf neue Einflüsse und Trends zu reagieren, ohne die eigene Identität zu verwässern. Die biologische Bewirtschaftung der Weinberge ist im Kamptal weit verbreitet, fast alle Winzer in unserem Sortiment arbeiten nach biologischen Richtlinien. Die naturnahe Arbeitsweise im Weingarten wird auch im Keller fortgeführt, unsere Winzer vergären spontan, greifen im Keller wenig ein und produzieren so charakterstarke und eigenständige Weine. 

Im Folgenden stellen wir Ihnen unsere Winzer aus dem Kamptal vor, in unserem Shop finden Sie noch weitere Informationen und einige Kennenlernpakete zur Region und den Winzern

Zu den Weinen aus dem Kamptal


Weingut Bründlmayer

Der umtriebige Platzhirsch

Schon seit Jahrzehnten ist Willi Bründlmayer das Aushängeschild der Region, sein balancierter und eleganter Weinstil gleicht einer Institution. Dank Andreas Wickhoff, der das Weingut seit 2016 leitet, hat sich das Weingut in allen Bereichen nochmal drastisch verbessert. Die Stilistik ist eine Spur karger und strukturierter geworden, was den Einstiegsweinen etwas mehr Charakter und den großen Weinen eine kühle Reduktion verleiht. 

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Alwin Jurtschitsch

Der bodenständige Wilde

Alwin hat als junger Mann das etablierte Weingut von seinem Vater und den beiden Onkeln übernommen – keine leichte Aufgabe, dort seinen eigenen Weg zu finden. Mit seiner Frau Stefanie hat er diese Herausforderung brillant gemeistert: neben trinkigen Einstiegsweinen und puristischen Lagenweinen erzeugen sie die wohl balanciertesten Naturweine des Landes. Amour Fou oder Quelle sind große Weine mit Vibration und Tiefe, die man gar nicht in irgendeine Kategorie stecken, sondern am besten einfach genießen sollte.

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Fred Loimer

Der geduldige Perfektionist

Fred ist in vielen Bereichen ein Vorreiter, er war einer der ersten bio-dynamischen Winzer der Region – für ihn der richtige Weg, um filigranere und mineralischere Weine zu erzeugen. Den von der Wachau initiierten Reifewettlauf mit immer höheren Alkoholwerten wollte er schlicht nicht mitmachen. Schon lange arbeitet er auf straffe und karge Weine mit Lebendigkeit und animierender Frische hin. Das schafft er besser als die Meisten – die vibrierende Struktur ist das Erkennungsmerkmal seiner Weine.

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Matthias Warnung

Der unabhängige Freigeist 

Wir kennen keinen Winzer, der so frei und undogmatisch arbeitet wie der sympathische Matthias. Er macht eigenständige und strukturierte Naturweine, die er immer erst in den Verkauf bringt, wenn er es für richtig hält. Ob ein Wein mal länger ausverkauft ist oder welcher Jahrgang zuerst kommt, ist ihm dabei egal – seine Weine müssen balanciert und stimmig sein, bevor sie seinen Keller verlassen. Ein bewundernswerter Ansatz, um den Weinen die nötige Zeit zur Entwicklung zu geben.

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Johannes Hirsch

Der Löss-Flüsterer

Zugegebenermaßen können wir uns spannendere Terroirs als Löss vorstellen, das vor allem für runde und weiche Weine steht. Aber zum Glück gibt es Johannes, der diesen sandigen, nährstoffreichen Böden nicht nur Schmelz, sondern auch Struktur entlockt. Seine Weine bringen also Charakter mit, sind saftig und genial balanciert, versprühen aber auch immer eine wunderbare Leichtigkeit, die Lust auf mehr macht.

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Schloss Gobelsburg

Der zeitlose Philosoph

Bei Michael Moosbrugger weiß man manchmal nicht, ob man einen Professor oder einen Winzer vor sich hat – so vielfältig sind seine Interessensbereiche. Am traditionsreichen Schloss erzeugt er neben leichten und preiswerten Einstiegsweinen tiefgründige, etwas barocke Lagenweine mit Fülle. Mit alten Arbeitsweisen im Keller und Jahrgangscuvées über bis zu 10 Jahre schafft er so zeitlose Weine. 

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