Österreich 2012

Kaum hat das neue Jahr begonnen, wird auch der neue Weinjahrgang mit Spannung erwartet. Der 2012er-Jahrgang liegt mengenmäßig zwar etwas unter dem fünfjährigen Durchschnitt, kann dafür in ganz Österreich aber mit tollen Qualitäten aufwarten.
Der Wetterverlauf im Jahr 2012 war mitunter sehr extrem. Nach einer sehr langen und ungemein kalten Winterphase, die ihren Höhepunkt Anfang Februar mit bis zu minus 20 Grad hatte, folgte ein schöner und ausgeglichener Frühlingsbeginn. Durch die warmen Temperaturen gab es einen äußerst frühen Austrieb der Rebstöcke und damit verbunden auch eine frühe Blüte. Am 17. Mai kam ein Spätfrost über Niederösterreich, der in den flachen und einfachen Lagen zu verheerenden Frostschäden führte. Vor allem das Weinviertel und das Kamptal waren hiervon stark betroffen.

»kräftiger und reifer Jahrgang mit guter Säurestruktur und einer sehr fruchtigen Ausprägung«

Ab Juni kam der Sommer, und der brachte in ganz Österreich sehr hohe Temperaturen und geringe Niederschläge. Durch den Einfluss des pannonischen Klimas aus dem Osten wurden alle Tiefdruckgebiete, die wir in Deutschland mit viel Regen spürten, abgeblockt. So hatten die Reben in allen Weinbauregionen eher mit Sonnenbrand und Trockenstress zu kämpfen. Bis zur Ernte hielt das schöne Wetter an, sodass perfektes Traubenmaterial geerntet werden konnte.

Der Jahrgang 2012 wird vom Stil in die Richtung des 2011er oder auch des 2006er gehen. Das heißt, hohe Reife mit viel Kraft, dabei aber sehr ausgewogen, denn trotz der hohen Reife, wurden in den meisten Regionen sehr gute Säurewerte erzielt.

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