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Hefen

Einzellige, zu den Pilzen zählende Mikroorganismen, in kugeliger, ovaler, länglich bis zylindrischer oder gespitzter Form, die Größe beträgt zwischen 5 und 14 Tausendstel Millimeter. Sie vermehren sich rasend schnell durch Zellsprossung. Dieser Vorgang kann bis zu 35-mal stattfinden, wobei an der Hefeoberfläche eine Sprossnarbe zurückbleibt. Dabei benötigen sie vor allem Stickstoff, Kohlenstoff, Schwefel, Phosphor und… Hefen weiterlesen

Hefesatzlagerung

Eine Ausbau-Methode, bei der nach Ende der Gärung der Wein längere Zeit auf dem Geläger (Hefesatz, französisch „lie“) belassen wird. Dadurch wird die malolaktische Gärung begünstigt und es gelangen zusätzliche Geschmacksstoffe und Kohlendioxid in den Wein. Dieser bekommt einen angenehmen Hefeton und einen fruchtigen, cremigen Geschmack. Hefesatzlagerung erfolgt vorwiegend bei im Barrique-Ausbau vinifizierten Weißweinen, beliebt… Hefesatzlagerung weiterlesen

Hefetrübung

Wein-Fehler durch eine unsterile Flaschen-Abfüllung, indem durch schlechte Filterung noch Trubstoffe im Wein bleiben und mit dem vorhandenen Restzucker eine Nachgärung und die Bildung von Kohlensäure in Gang kommt. Dies kann auch zum Heraustreiben des Korkens führen.

Heiligenstein

landschaftliches Wahrzeichen, weinbauliches Monument des Kamptales, 360 m hoch und eine der besten Riesling-Lagen Österreichs. Ursprünglich wegen des heißen Wetters als Höllenstein (Helnstein) bezeichnet. Der Zöbinger Heiligenstein, südlichen Ausläufer des Manhartsberges, stellt ein geologische Unikat dar: Jungpaläozoische Sedimentgesteine, rötlicher Sandstein, Konglomerate vom feinsandigen glimmrigen Tonschiefer mit vukanischen Bestandteilen, die vor ca. 260 -290 Mio. Jahren… Heiligenstein weiterlesen

Helfensteiner

Die rote Rebsorte ist eine Neuzüchtung zwischen Frühburgunder x Schiava Grossa aus dem Jahre 1931 durch den fleisigen August Herold an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg. Namensgebend war eine Burg bei Geislingen.

Heroldrebe

Die rote Rebsorte ist eine Neuzüchtung zwischen Blauer Portugieser x Lemberger (Blaufränkisch) im Jahre 1929 durch den Züchter August Herold an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg.

Herzstück

Bezeichnung (frz. Coeur = Herz) für den Mittellauf beim Schnapsbrenne.

Heunisch

Diese Rebsorten-Bezeichnung stammt aus dem frühem Mittelalter und benennt nicht eine einzelne Sorte, sondern eine Population (Familie). Zu dieser Erkenntnis hat Dr. Ferdinand Regner von der Klosterneuburger Weinbauschule im Rahmen seiner umfangreichen Forschungs-Tätigkeiten entscheidend beigetragen. Gemeinsam mit den fränkischen Sorten zählen die heunischen zum wichtigsten Genpool vieler heutiger europäischer Reben. Der Name assoziiert dass die… Heunisch weiterlesen

Heuriger

Einerseits der Wein des aktuellen Jahrgangs. Am Festtag des Hl. Martin – Martiniloben (Martiniganslessen), dem 11. November, wird der Wein der letzten Lese als Heuriger zum ersten Mal ausgeschenkt, der vorgehende Jahrgang wird zum Altwein. Andererseits auch der Name zahlreicher österreichischer Gastwirtschaften. Ursprünglich wurde dort nur der letztjährige Wein ausgeschenkt, also der heurige Wein. Heuer,… Heuriger weiterlesen

Hillinger

Leo Hillinger aus Jois (Burgenland) ist der absolute Dynamiker unter Österreichs Winzern: Top-Qualität (HILL 1 und 2) auf der einen und mengenmäßige Expansion auf der anderen Seite (Small Hill red und Small Hill white) aus dem hypermodernen neuen Weingut.

Hippokrates und Wein

Schon der griechische Arzt Hippokrates (460-377 v. Chr.) wußte von der positiven Wirkung des Weines. Viele weitere Ärzte und Gelehrte lobten die hygienische Wirkung des Weines, darunter auch der französische Chemiker Louis Pasteur (1822-1895). In der Heilkunde war Wein bis Ende des 19. Jahrhunderts ein universelles, hochwirksames Antiseptikum. Er erhöht den Gehalt des „guten“ Blutfettes… Hippokrates und Wein weiterlesen

Hirtzberger, Franz

Das Weingut Hirtzberger gehört zu den bekanntesten der Wachau, ja zu den bekanntesten Österreichs. Seit über 30 Jahren begeitert dieser Betrieb aus Spitz a.D. die Fachwelt. Franz Hirztberger sen. hat den Grundstock für das heutige Qualitätsniveau gelegt. Er war zudem viel Jahre Bürgermeister von Spitz. Der liebenswürdige alte Herr mit viel Charme und Humor, konnte… Hirtzberger, Franz weiterlesen

Histamin

ist ein biogenes Amin aus der Aminosäure Histidin. Amine werden vor allem beim Verderb von Lebensmitteln gebildet und entstehen auch bei der alkoholischen Gärung. Die wesentliche Ursache beim Wein ist der Abbau von Eiweißstoffen durch bestimmte Bakterien, vor allem bei langer Maischstandzeit und nach biologischem Säureabbau. Weshalb Weißweine durchschnittlich weniger als 1 mg Histamin/l, Rotweine… Histamin weiterlesen

Hochkultur

eine von Lenz Moser entwickelte Erziehungsform der Rebstöcke mit 120 – 140 cm hohen Stämmen. Gerade in letzter Zeit wird aber zunehmend eine Mittelhochkultur (70 -90 cm) bevorzugt – Vorteil: eine höhere Laubwand (erwünscht sind bis zu 18 Blätter pro Trieb) und höhere Wärmeabstrahlung vom Boden.

Holler

österr. für Hollunder (Umgangssprachlich auch: Unsinn)

Holz

1) Holz für Gebinde (Fässer), siehe Eichenholz. 2) Holz-Geschmack eines Weines, der in nicht ausreichend weingrün gemachten Holzfässern gelagert wurde, siehe Wein-Fehler. 3) Barrique-Geschmack, neue Barrique-Fässer geben besonders viel Aroma (z.B. Vanille, Tannine) an den Wein, man spricht auch von „100% Holz“ im Rahmen des Barrique-Ausbau

Huxelrebe

Neugezüchtete weiße Rebsorte (aus Gutedel & Courtillier Musqué) durch Georg Scheu (siehe Scheurebe). Benannt wurde sie nach dem Winzer Fritz Huxel. Die ertragreiche Sorte belegt in Deutschland über 1.100 Hektar Rebfläche, vor allem in Rheinhessen, Pfalz und Nahe. Der rassige, säurebetonte Wein hat eine hell- bis goldgelbe Farbe, das Bukett erinnert an Rhabarber.

Hybriden

Nachkommen zweier verschiedener Sorten einer unterschiedlichen Spezies durch generative Vermehrung, im Gegensatz zu Kreuzungen zwischen zwei Sorten derselben Spezies bzw. zu einer Mutation, bei der selbständig und spontan aus einer einzigen Rebsorte eine neue entsteht. Hybriden sind meistens Direktträger und nach EU-Regeln für die Qualitätsweinproduktion nicht zugelassen.

Impériale

Übergroße Flasche mit einem Inhalt von acht Normalflaschen (= 6L)

Inertgas

Unter Inertstoffen (inert = untätig, unbeteiligt) werden reaktionsträge Stoffe verstanden, sie sich an gewissen, chemischen Vorgängen nicht beteiligen, weil sie keinen Sauerstoff enthalten. Das zählen nahezu alle Gase (Edelgase), außer dem sehr reaktionsfreudigen Sauerstoff. Im Weinbau sind dies zum Beispiel Stickstoff und Kohlendioxid, die häufig als Schutzgase gegen eine unerwünschte Oxidation in Weinbehältern/Gärständern eingesetzt werden.

Inhaltsstoffe

Wein besteht zu 80 bis 85% aus Wasser und die restlichen 15 bis 20% aus über 1000 verschiedenen Inhaltsstoffen. Dazu gehören verschiedene Alkohole, Zucker, Säuren, Farb- und Gerbstoffe (Polyphenole), Eiweißverbindungen, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Diese Inhaltsstoffe sind abhängig von den Rebsorten, den Klimafaktoren, dem Reifegrad der Trauben, dem Jahrgang, der Bodenart, der Düngung und der… Inhaltsstoffe weiterlesen

Internationale Stilistik

Meint eine Vinfikation (z.B. Barrique, hohe Konzentration an Frucht und Alkohol) die sich international (von Kalifornien ausgehend) erfolgreich durchgesetzt hat. Vergleichbare Weintypen, z.B. Bordeaux-Blends, Chardonnays aus Übersee. In diese Richtung wirkt auch der bekannte Wein-Kritiker Robert Parker.

Interspezifische Rebsorten

Kreuzungen verschiedener Rebspezies, deren Ergebnis man Hybriden nennt. Im Ggs. dazu nennt man die Kreuzung innerhalb einer Spezies intraspezifisch.

Irxen

Auch: Nebentriebe die (sofern sie nicht entfernt wurden) auch Irxentrauben ausbilden, die meist grün bleiben, gelegentlich wurde daraus ein (eher saurer, grober) Irxenwein erzeugt.