Fränkisch

Diese Rebsorten-Bezeichnung stammt aus dem frühem Mittelalter und benennt nicht eine einzelne Sorte, sondern eine Population (Familie). Zu den ersten Sorten, die explizit erwähnt wurden, zählen Traminer (1349), Ruländer = Grauburgunder oder Pinot Gris (1375) und Riesling (1435). Fränkisch ist ein Sammelbegriff, der sich auf Genotypen bezieht, die eng mit den europäischen Wildreben verwandt sind. Die Mystikerin Hildegard von Bingen (1098-1179) schreibt, „dass der fränkische und starke Wein das Blut aufwallen lässt und deshalb mit Wasser gemischt werden müsse, während das beim hunnischen und von Natur aus wässrigen Wein nicht notwendig sei“. Fränkisch bezeichnete somit kleinbeerige und „bessere“ Weintrauben, die von den Franken aus ihrer Heimat in den Rheingau mitgebracht wurden.

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