Wein des Monats Februar: Zweigelt Kieselstein 2017 – Claus Preisinger

Claus Preisinger ist ein Phänomen. Seit bald zwei Jahrzehnten erfindet sich der junge Winzer aus Gols am Neusiedlersee ständig neu. Dabei geht er ausgesprochen pragmatisch und aufgeschlossen für Veränderungen zu Werke und kreiert regelmäßig neue Weinstile, die wenig später von Anderen kopiert werden. Im Weingarten arbeitet Claus schon seit vielen Jahren biodynamisch, in reiner Handarbeit werden die Rebstöcke gepflegt und die Trauben selektioniert, im Keller herrscht progressiver Minimalismus. Die Spontangärung gibt den Takt vor, dabei nimmt Claus nur die nötigsten Eingriffe vor und lässt den Weinen ihre Freiheit. So entstehen außergewöhnliche und individuelle Weine, die gleichzeitig aber auch viel Charme und Trinkfluss mitbringen, wie Claus gerne sagt: »pfeifen muss scho a!«

Zweigelt Kieselstein – Claus Preisinger

Seine Golser Weingärten liegen im wärmsten Teil Österreichs, trotzdem gibt Claus den Weinen immer viel Frische und Eleganz mit auf den Weg. Gerade der Zweigelt soll nicht breit und üppig sein, sondern vielmehr mit leichtfüßiger Struktur und viel Saftigkeit am Gaumen tänzeln und mit frischer Frucht begeistern. Deshalb wird deutlich früher als bei den meisten Nachbarn gelesen, um Beeren mit weniger Zucker und mehr Säure zu ernten. Physiologisch und damit geschmacklich reif sind die Trauben dank biodynamischer Bewirtschaftung trotzdem. Im Keller werden sie dann möglichst schonend verarbeitet, die Maische wird während der Gärung kaum bewegt, um nicht zu viel Tannin auszulaugen und die Saftigkeit zu bewahren. Mit dem Zweigelt Kieselstein zeigt Claus, dass sich nachhaltiger, biodynamischer Anbau und preislich attraktive Spaß-Weine nicht ausschließen müssen. 

Zweigelt Kieselstein
Wie der Name verrät, stammt dieser Zweigelt aus den von Kieseln und Schotter geprägten Weingärten auf der Parndorfer Platte. Wie alle Weine bei Claus Preisinger spontan – in diesem Fall im Stahltank – vergoren und anschließend für 10 Monate in gebrauchten Eichenfässern ausgebaut, bevor er natürlich ungefiltert abgefüllt wurde. Der Kieselstein kommt mit intensiv violetter Farbe daher, in der Nase ebenso intensiv und dicht, viel reife Frucht mit Cassis und Schwarzkirsche, dabei aber frisch und leichtfüßig, auch kühle Aromatik kommt dazu, fast etwas Apfel und frischer Most, feine Würze mit Nelke und Zimt. Am Gaumen fängt er knackig an, leicht, saftig und mit viel Frucht, das Tannin bleibt dezent im Hintergrund, wieder Nelke und Kirsche, dazu Holunderbeeren, insgesamt von dunkler und intensiver Frucht geprägt, dabei aber animierend leichtfüßig.

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Weingut Claus Preisinger
Weingut von Claus Preisinger in der Lage Goldberg

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