2024er Spitzenweine von Kissinger-Bähr

Weine von Kissinger-Bähr

Der erste Jahrgang unter gemeinsamen Familiennamen ist komplett: Die neuen Spitzenweine von Jasmin und Moritz Kissinger-Bähr sind da. Nachdem bereits die neuen 2024er Lagenrieslinge auf ganzer Linie begeistert haben, liefern nun auch Chardonnay, Sauvignon Blanc und der Blanc de Blancs Sekt so richtig ab.

Besonders der Chardonnay präsentiert sich in bestechender Form. Er startet mit einer intensiven, durchaus kraftvollen Nase, deren feine Reduktion etwas leiser ausfällt als in den Vorjahren. Dazu kommen noble Holzwürze, kandierte Zitrone, heller Tabak und nasser Stein. Konzentriert, tiefgründig und grandios gut. Am Gaumen zeigt er sich einnehmend, mit maximaler Dichte, aber ohne Speck. Er bleibt durchgängig fest, kernig, und spannungsgeladen. Die Säure ist straff und lebendig, das Holz ist präsent, aber niemals plakativ, sondern verleiht Struktur und langanhaltende Würze. Mit dem zupackenden Kalk, der sich auf der Zunge festkrallt, ist das ganz großes Burgunderkino. Kompromisslos und geradlinig, dabei jedoch niemals hart oder abweisend, sondern stets von animierender Saftigkeit und vibrierender Spannung getragen. Im Vergleich zu den Vorjahren wirkt der Wein einen Hauch weniger oxidativ und damit etwas klassischer, bleibt aber unverkennbar Moritz Kissinger. Für uns ist das der bislang beste deutsche Chardonnay des Jahrgangs 2024.


Auch der neue Blanc de Blancs Sekt aus dem warmen Jahrgang 2022 ist großartig – jammerschade, dass es nur eine verschwindend geringe Menge gibt, so dass wir ihn auf eine Flasche pro Kunde limitieren müssen. Wie gewohnt handelt es sich um 100% Weißburgunder von über 30 Jahre alten Reben vom kühlen Uelversheimer Tafelstein. Der Grundwein aus dem warmen 2022er Jahrgang wurde komplett im Barrique ausgebaut. Nach 30 Monaten auf der Hefe wurde der Schaumwein im Januar dégorgiert und ohne Dosage gefüllt. Der Blanc de Blancs ist wie gewohnt ein straffer, geradliniger Schaumwein, der jedoch auch eine warme Würze besitzt und sich nicht ganz so karg und säurebetont wie in früheren Jahrgängen präsentiert.

Der Sauvignon Blanc aus dem kühlen 2024er Jahrgang ist dann vergleichsweise duftig und somit auch klar als Sauvignon erkennbar. Dabei betont er aber weder die grasig-grüne noch die exotische Ausprägung. Stattdessen positioniert er sich feingliedrig und elegant zwischen den Polen. In der Nase zeigt er reife Stachelbeere, Holunderblüten, eine rauchige Mineralik, mediterrane Kräuter, am Gaumen ist er geradlinig, saftig und präzise, mit schönem Grip. 

Eines darf auf keinen Fall unerwähnt bleiben: die rasante Entwicklung des Null Ohm Rot vom saftigen Spaßwein hin zum ernsthaften und vielschichtigen Spätburgunder – der aber weiterhin seinem Namen treu bleibt und keinen Trinkwiderstand aufbaut. Dabei setzen Jasmin und Moritz auf 100% französische Klone und etwas Ganztrauben in der Gärung. Der Pinot besitzt eine dunkel-würzige, leicht erdige Nase, bleibt dabei aber fein und animierend. Ein dichter Kern trifft auf feingliedrige Gerbstoffe und bemerkenswerte Frische. Schon 2023 war ein großer Schritt nach vorn, 2024 setzt nochmal einen drauf. Für uns ist der rote Null Ohm einer der Best Buys des Jahres.

Die Lagenrieslinge vom Roten Hang sind schon seit Längerem ausverkauft, aber vom animierenden, saftig-filigranen Rheinriesling, sowie dem geradlinigen, vibrierend-straffen Riesling Kreuz, dem einzigen Lagen-Riesling vom Kalk, sind noch ein paar Flaschen verfügbar.

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