Der neue 2024er Jahrgang der Grabenwerkstatt ist eingetroffen – und damit erstmals auch die fantastischen Lagenweine aus dem Spitzer Graben. Hier, ganz im kühlen, äußersten Westen der Wachau, keltern Michael Linke und Franz Hofbauer radikal terroirgeprägte Rieslinge und Grüne Veltliner. Auch zehn Jahre nach der Gründung der Grabenwerkstatt sind ihre Weine noch immer richtungsweisend für die Entwicklung der gesamten Region – wofür sie unter anderem für die Kollektion des Jahres 2025 im Gault & Millau ausgezeichnet wurden.
Mit großer Akribie versuchen die beiden, jede einzelne Riede im Detail zu verstehen, ihren Eigenheiten sukzessive auf den Grund zu gehen und sie so präzise wie möglich in den Weinen nachzuerzählen. Wie exzellent ihnen das beim 2024er Jahrgang gelungen ist, durften wir vor einigen Wochen erleben, als die beiden für ein Gastro-Tasting in München zu Gast waren. Eine Kollektion mit mehr Spannung, Präzision, salziger Mineralität und Grip haben wir aus der Wachau wahrscheinlich noch nie im Glas gehabt.
Dass auf dem Vorderetikett allein die Riede genannt wird, unterstreicht, wie wichtig den beiden der Lagencharakter in ihren Weinen ist. Die besonders enge Verbindung zwischen Herkunft und Stilistik – ebenso wie die extremen Bedingungen im Spitzer Graben – möchten wir Ihnen heute näher vorstellen. Deshalb rücken wir diesmal die Orte in den Mittelpunkt, an denen die großartigen Weine der Grabenwerkstatt entstehen. Die ausführlichen Verkostungsnotizen finden Sie wie gewohnt auf den jeweiligen Produktseiten.
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Der Trenning ist die höchste und westlichste Lage der gesamten Wachau. An der Grenze zum Waldviertel zieht sie sich hinauf bis auf 550 Meter. Auf einem kargen Untergrund aus Gneis, Granit und Quarzit wächst in irrer Steilheit und kühlem Mikroklima einer der charakterstärksten Rieslinge Österreichs, den der Pfälzer Michael Linke aufgrund seiner rauchigen Mineralität gern mit dem Forster Pechstein vergleicht.

Anders als es der Name vermuten lässt, dominiert im Boden des Kalkofen Gneis – Kalk findet sich hier nur vereinzelt. Der Untergrund ist extrem karg, durchlässig und trocken. Die fast senkrecht abfallenden Terrassen dieser Lage liegen etwas weiter östlich als die übrigen Rieden der Grabenwerkstatt und im Durchschnitt auch etwas tiefer. In der direkt nach Süden ausgerichteten Lage erhalten die Trauben tagsüber viel Sonne und Wärme, das verleiht dem Riesling eine bemerkenswerte Konzentration und seine charakteristische Würze.

Im Vergleich zu den übrigen ultrakargen Lagen besitzen die Böden der Ried Brandstatt auch etwas Lösslehm und eine dickere Erdauflage, weshalb sie prädestiniert für den Grünen Veltliner ist. Auf Querterrassen, die in Richtung Tal abfallen, wächst der Veltliner der Grabenwerkstatt an knorrigen, bis zu 70 Jahre alten Rebstöcken. Die nach Südwesten ausgerichtete Riede ist nicht ganz der Mittagshitze ausgesetzt, so dass hier Veltliner mit Substanz, aber gleichzeitig Balance, Tiefe und mineralischem Druck wachsen.

Die Parzellen der Grabenwerkstatt liegen weit oben im steilsten Stück der Ried Bruck, die östlich an die Ried Brandstatt anschließt. Die nach Südwesten ausgerichtete Lage kommt in den Genuss der Abendsonne. Anders als in den vornehmlich von Gneis geprägten Lagen findet sich im Boden der Ried Bruck auch etwas Glimmerschiefer, der den mineralischen Charakter des Rieslings deutlich prägt.

Preis-Leistungs-Hits aus Niederösterreich
Neben den neuen Lagenweinen der Grabenwerkstatt sind in den letzten Tagen und Wochen auch viele andere 2024er aus Kamptal, Weinviertel, Carnuntum, Wien und der Wachau eingetroffen. Darunter auch viele Favoriten unserer Kunden, die Jahr für Jahr mit ihrem vortrefflichen Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen.
Global betrachtet war 2024 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – und auch in Niederösterreich lässt sich im Rückblick von einem insgesamt warmen Jahr sprechen, das jedoch vor allem von mehreren extremen Wetterereignissen geprägt war. Im April wurden einige Winzer schwer vom Spätfrost getroffen, aus dem Herbst bleiben Bilder von Sturzfluten, über die Ufer tretenden Flüssen und überfluteten Weingärten in Erinnerung. Glücklicherweise war zu diesem Zeitpunkt dank der warmen Sommerwitterung und einer entsprechend frühen Reife ein Großteil der Trauben bereits im Keller. Alles, was danach noch gelesen wurde, erforderte allerdings deutlich mehr Selektion und das richtige Gespür für den passenden Lesezeitpunkt. Was die Qualität betrifft, zeigen sich nahezu alle Winzer sehr zufrieden. Und auch das, was wir bislang probieren konnten, überzeugt mit Zugänglichkeit, saftiger Frucht, guter Konzentration und schöner Frische. Hier können Sie direkt einige unserer Bestseller aus Niederösterreich bestellen:
Gobelsburg – Riesling vom Urgestein 2024 – 13,20 €
Alzinger – Grüner Veltliner Ried Mühlpoint Smaragd 2024 – 22,90 €
Zillinger – Grüner Veltliner Neuland 2024 – 12,00 €
Bründlmayer – Rosé Zweigelt 2024 – 11,90 €
Wieninger – Wiener Gemischter Satz 2024 – 14,20 €
Jurtschitsch – Grüner Veltliner Urgestein 2024 – 12,50 €
Markowitsch – Chardonnay 2024 – 11,50 €
