Saalwächter 2022

Flaschen von Saalwächter

Neue Silvaner & filigrane Spätburgunder

Der neue Jahrgang von Carsten Saalwächters Spitzen-Silvanern und Spätburgundern ist da! Mit dem Jahrgang 2022 beweist er seine Ausnahmestellung erneut, sein Grauer Stein ist und bleibt die absolute Silvaner-Benchmark in Deutschland. So weit, so gewohnt. Und doch gibt es Neues zu vermelden: vor einiger Zeit konnte Carsten einige karge, kalkhaltige Parzellen mit uralten Silvaner-Reben übernehmen und so kommen wir in diesem Jahr erstmals in den Genuss eines neuen Spitzenweins: Mit dem Sylvaner St. Laurentius hat er dem Grauen Stein einen kongenialen und (fast) ebenbürtigen Partner zur Seite gestellt. 

Die beiden Weine sind zwar grundverschieden und doch beide auf ihre eigene Art und Weise großartig. Der St. Laurentius ist lauter, zeigt in der Nase die deutliche Reduktion, die man von Carstens Silvanern kennt und ist am Gaumen unheimlich dicht, kraftvoll und cremig, ohne dabei Struktur und Mineralität vermissen zu lassen. Beim Grauen Stein hingegen geht Carsten den bereits im letzten Jahr eingeschlagenen Weg zu mehr Ruhe und Filigranität konsequent weiter. Die Reduktion beschränkt sich auf ein Minimum, der Wein ruht förmlich in sich, karg und steinig in der Nase und unglaublich filigran, tänzelnd und vibrierend am Gaumen. Mit der Gewissheit, niemandem etwas beweisen zu müssen, spielt er seine ganze Klasse aus. Das ist groß! Doch damit nicht genug: Neu ist auch der Silvaner Steinkante. Er stammt aus einer Parzelle oberhalb des Grauen Steins und schließt im Sortiment die Lücke zwischen Alte Reben und den beiden Spitzenlagen. Trotz der geografischen Nähe zum Grauen Stein steht er stilistisch dem St. Laurentius näher und ist angesichts des günstigeren Preises fast schon ein Muss für Liebhaber von Carstens einzigartigem Stil.

Auch im warmen Jahrgang 2022 zeigen sich seine Ingelheimer Spätburgunder eher kühl, straff und filigran. Der Gutswein beginnt kernig und hell in der Aromatik, die Alten Reben sind etwas dichter und tiefgründiger und der R zeigt sich aromatisch am dunkelsten, ist am Gaumen aber trotzdem wunderbar elegant, leichtfüßig und saftig. Alle drei Pinots profitieren stark von Luft, öffnen sich mehr und mehr, werden tiefgründiger und auch das anfangs sehr präsente und straffe Tannin wird feiner und seidiger. Wir empfehlen daher, den Weinen noch etwas Zeit zu geben oder sie für einige Stunden zu karaffieren. Den 2022er Spätburgundern aus Assmannshausen schenkt Carsten im Übrigen selbst noch etwas Zeit – sie erscheinen im Frühjahr.

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