Endlich bei uns: Weingut Rosi Schuster

Weinflaschen vom Weingut Rosi Schuster

Blaufränkisch ist unsere rote Lieblingsrebsorte. Und wir sind selbstbewusst genug zu behaupten, dass wir inzwischen fast alle großen Blaufränkisch-Produzenten im Sortiment führen. Doch zur hundertprozentigen Zufriedenheit hat uns bislang noch ein Name gefehlt. Einer, den Stephan Reinhardt aufgrund seiner sympathischen, zurückhaltenden Art als „Silent Superstar“ bezeichnet hat. Und dessen Weingut für ihn zu den „österreichischen Leuchttürmen – qualitativ wie stilistisch“ zählt. Vor allem aber ein Winzer, dessen Weine wir selbst unheimlich gerne trinken. Denn kaum jemand bringt Herkunft so präzise ins Glas wie Hannes Schuster. Seine Blaufränkisch verbinden große Konzentration und Intensität mit Präzision und beeindruckender Finesse, womit sie für uns zu den größten Weinen des Landes zählen. Umso mehr freuen wir uns, dass die Weine von Hannes und seinem Weingut Rosi Schuster nun endlich Teil unseres Sortiments sind.

Hannes hat das Weingut im Jahr 2007 von seiner Mutter Rosi Schuster übernommen – ihren Namen trägt es bis heute. Schon damals genoss das Weingut einen hervorragenden Ruf, doch die Entwicklung der Weine seitdem ist beeindruckend. Denn Hannes war von Anfang an klar, dass er sich komplett auf die regionalen Sorten konzentrieren und vollständig auf neues Holz verzichten möchte. Das war zu dieser Zeit alles andere als selbstverständlich – insbesondere wenn man bedenkt, dass der bekannteste Wein des Weinguts bis dahin der C.M.B. war, eine nach internationalem Vorbild in neuem Holz ausgebaute Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Blaufränkisch.

Hannes verfolgt einen anderen Ansatz, möchte aber auch keinen Preis für den zartesten oder filigransten Blaufränkisch gewinnen. Für ihn ist die Qualität der Gerbstoffe entscheidend für die Balance der Weine. Deshalb werden die Trauben ausschließlich reif, aber niemals überreif gelesen. So bringen die Weine immer Konzentration, Intensität und in warmen Jahren auch durchaus Kraft mit. Gleichzeitig bewahren sie immer eine bemerkenswerte Kühle und Eleganz. Am Gaumen zeigen sie eine feine Säure und ein geschliffenes Gerbstoffgerüst, wirken dabei saftig, präzise und ausgesprochen balanciert. 

Die Blaufränkisch werden meist vollständig entrappt, gleichzeitig extrahiert Hannes sehr vorsichtig. Zu Beginn der Gärung wird ausschließlich überschwallt, erst gegen Ende wird die Maische – wenn nötig – leicht untergestoßen, um etwas mehr Gerbstoff zu extrahieren. Im Ausbau verzichtet er vollständig auf neues Holz, bei den Spitzenweinen setzt er überwiegend auf gebrauchte 500-Liter-Fässer. 

Die vielschichtige Würze seiner Weine stammt allein von den Trauben und changiert je nach Terroir. Dieses ist äußerst vielseitig und gleichzeitig so kleinteilig, dass es bis vor Kurzem überhaupt keine Lagenweine bei Hannes gab – bei den homöopathischen Mengen der einzelnen Parzellen hätte sich das einfach nicht gelohnt. Und so waren es zunächst eben Ortsweine, mit denen sich Hannes in die Spitze der österreichischen Blaufränkisch-Winzer katapultierte – allen voran die Weine aus St. Margarethen und Müllendorf. Hinzu kommt, dass es in dieser Region lange nur eine rudimentäre Lagenkultur gab. Anders als etwa am Eisenberg, wo eine Handvoll qualitäts- und herkunftsbewusster Winzer über viele Jahre hinweg immer besser verstanden haben, inwieweit Saybritz anders als Reihburg schmeckt, musste Hannes die Charaktere der Lagen beinahe im Alleingang ergründen. 

Erst mit dem Jahrgang 2022 war er überzeugt, genau zu wissen, welche Parzellen tatsächlich die besten sind und wie sich ihr Charakter gezielt herausarbeiten lässt. Zwei dieser Lagenweine des 2023er Jahrgang haben uns besonders begeistert: der Blaufränkisch aus der Ried Hinkenthal in St. Margarethen und der Blaufränkisch aus der Ried Santen in Müllendorf. 

Die Ried Hinkenthal liegt auf gut 180 Metern Höhe. Verwitterter Kalksand und Kalkmergel prägen hier den Boden. Der Blaufränkisch Hinkenthal 2023 zeigt sich offen, leichtfüßig und filigran, beinahe schwebend, mit kalkiger Frische und großer Eleganz.

Das Terroir im weiter westlich gelegenen Müllendorf unterschiedet sich dagegen deutlich. Die Ried Santen zählt mit bis zu 300 Metern zu den höchsten Lagen am Leithaberg. Der Boden ist karger und besteht beinahe aus purer Kreide – was man im nahegelegenen Steinbruch schön beobachten kann. Der Blaufränkisch Santen 2023 zeigt eindrucksvoll, warum diese Lage bereits heute zu den spannendsten Blaufränkisch-Terroirs Österreichs zählt. Dunkle, dichte Frucht trifft auf frische Säure, kalkigen Druck und wunderbar geschliffenes Tannin. Die Verbindung aus Kraft und Eleganz, innerer Dichte und tänzerischer Finesse ist beeindruckend. Das bereitet schon heute enorm viel Freude und besitzt gleichzeitig großes Reifepotenzial. Mit unserer Begeisterung stehen wir natürlich nicht allein da: Jeweils 99 Punkte von Falstaff und James Suckling unterstreichen die Extraklasse dieses Weins.

Blaufränkisch ist die wichtigste Rebsorte des Weinguts – und nicht nur die Lagenweine überzeugen. Schon der Blaufränkisch Burgenland macht enorm viel Freude. In ihn fließen unter anderem auch Trauben aus den kräftigen Böden von Zagersdorf ein. Besonders gut gefällt uns auch der Ortswein Blaufränkisch St. Margarethen. Er stammt aus einer Vielzahl Parzellen mit alten Reben besitzt ein fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis. 

Ebenso spannend sind die Weißweine – auch bei ihnen bleibt Hannes seiner Philosophie treu: regionale Rebsorten, spontane Vergärung, Ausbau in gebrauchten Holzfässern sowie Verzicht auf Schönung und Filtration. Der Aus den Dörfern Weiss vereint Grünen Veltliner, Chardonnay und Furmint zu einer stoffigen, würzigen Cuvée mit beeindruckender Salzigkeit. Besonders begeistert hat uns aber auch der reinsortige Furmint Burgenland 2025: kalkig, rauchig, präzise und bereits jetzt wunderbar zugänglich.

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Neues Furmint-Paket

Für Hannes Schuster ist der Furmint so etwas wie der weiße Blaufränkisch: die ideale Rebsorte für das Burgenland – oder vielmehr für ganz Pannonien. Hier liegt ihre Heimat und hier bringt sie eigenständige, charaktervolle Weine hervor. Die pannonischen Furmints verbinden hohe Konzentration mit pikanter Würze, engmaschiger Textur und einer markanten, salzigen Mineralität. Hinzu kommt häufig eine feine Wachsigkeit, die uns nicht selten an Chenin Blanc erinnert. Gleichzeitig erweist sich der Furmint auch mit Blick auf den Klimawandel als ausgesprochen zukunftsfähig: Er kommt mit Trockenheit hervorragend zurecht und bewahrt selbst in heißen pannonischen Sommern seine straffe, lebendige Säure.

Wir sind schon lange große Furmint-Fans, mittlerweile nimmt die autochthone Sorte Pannoniens einen festen Platz in unserem Sortiment ein. 

Ab Donnerstag, den 30. Juli, probieren wir Hannes Schusters Furmint am Verkostungstisch gemeinsam mit weiteren Furmints unseres Sortiments. Mit dabei sind trockene Furmints aus Tokaj, vom Eisenberg, Leithaberg, aus dem Mittelburgenland und aus dem slowenischen Gorca.

Und falls der Weg in unsere Münchner Vinothek in der kommenden Woche doch etwas zu weit sein sollte, können Sie auch bequem zu Hause probieren: Dafür haben wir ein Furmint-Paket zusammengestellt, welches Sie jetzt mit 5% Rabatt bestellen können.

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