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Bio-Weine

Biowein hat sich in den letzten Jahren von der Nische zum Trend gemausert und ist auf dem besten Weg, zu einem wesentlichen Bestandteil des internationalen Weinbaus zu werden. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Rebflächen wird mittlerweile auf 10-15 % geschätzt. Immer mehr Spitzenbetriebe folgen der "nachhaltigen" Bewirtschaftung der Weingärten und dem schonenden Ausbau im Keller.

Bewirtschaftung
1. Konventioneller Anbau
Ziel der konventionellen Landwirtschaft ist die effiziente Produktion von Lebensmitteln und Industrierohstoffen. Zur Produktivitätssteigerung nutzt die konventionelle Landwirtschaft jeden sinnvollen technischen Fortschritt, wie Kunstdünger, Spritzmittel etc.
2. Integrierter Anbau
Anbau Die Integrierte Produktion ist in ihrer Wirtschaftsweise und Ideologie etwa zwischen dem konventionellen und dem ökologischen Anbau angesiedelt und versucht, ein Gleichgewicht zu finden zwischen ökologischer Verträglichkeit und Wirtschaftlichkeit. Ziel ist eine standortgerechte, umfassende, möglichst naturnahe Bewirtschaftung. Trotz vorhandener Produktionsrichtlinien fehlen wegen der flexiblen Auslegung der Grundsätze detaillierte rechtliche Vorgaben und Mindeststandards.
3. Ökologischer Anbau (BIO)
Die Begriffe ökologischer (oder biologischer) Anbau bezeichnen die Herstellung von Nahrungsmitteln auf der Grundlage möglichst naturschonender Produktionsmethoden unter Berücksichtigung von Erkenntnissen der Ökologie und des Umweltschutzes.
4. Biologisch-dynamischer Anbau
Der bio-dynamische Landbau geht auf den österreichischen Antroposophen Rudolf Steiner (1861-1925) und seine Arbeit: "Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft" zurück und stellt eine Extremform des ökologischen Anbaus dar. Man begreift die Natur (jeden Weinberg) als lebenden Organismus, der so gepflegt werden kann, dass er sich selbst erhält und im Gleichgewicht ist.

Weinverarbeitung
im Februar 2012 trat eine EU-Verordnung mit genauen Regeln für die Produktion von Biowein in Kraft. Bisher konnten Biowinzer am Etikett lediglich ,,Wein von Trauben aus biologischem Anbau" angeben, da es keine Regeln für die Vinifikation gab. Die zulässigen Höchstmengen für Sulfite (Schwefel) sind bis zu 150 mg/l bei Weißwein (Nicht-Biowein max. 200) bzw. bis zu 100 mg/l im Rotwein (Nicht-Biowein max.150) und, wobei eine Abweichung von bis zu 30 mg/l zulässig ist, wenn der Restzuckergehalt über 2 g/l liegt. Auch alle Zusatz- und Behandlungsstoffe (hefen, Schönungsmitteln, Traubensaftkonzentrat) müssen nachweislich ohne Gentechnik hergestellt sein. Folgende physikalischen Verfahren sind für eine Biowein Produktion ausgeschlossen: Kryo-Extraktion (Weinkonzentration mit Hilfe von Kälte), Physikalische Entschwefelung, Elektrodialyse zur Weinsteinstabilisierung, teilweise Entalkoholisierung, Anwendung von Kationen Austauscher zur Weinsteinstabilisierung.
Mit Einschränkungen zugelassenen sind physikalischen Verfahren wie: Erhitzung von Trauben, Maische, Most und Wein bis zu 70°C, Porengröße für Membranfilter, Filterkerzen bi zu 0,2µm, die Anwendung von Ionen-Austauscher Harzen zur Erzeugung von RTK, Umkehr-Osmose zur Mostkonzentration. Es gibt eine Aufzeichnungspflicht über die eingesetzten Zusatz- und Behandlungsstoffe während der Most- und Weinbereitung.

Schwefel und Kupfer
Enthalten Bio-Weine Schwefel? Ja, es gibt von Natur aus keinen vollkommen schwefelfreien Wein, da Mikroorganismen im Zuge der alkoholischen Gärung bereits etwa 30 mg Schwefeldioxid pro Liter Wein frei setzen, das ist dann auch der geringste mögliche Schwefelgehalt.
Kupfer und Schwefel auch im ökologischen Weinbau?
Der ökologische Weinbau verfolgt das Prinzip, die Pflanzen durch Pflanzenstärkungs- und Pflegemittel in ihrer Widerstandskraft zu stärken, denn je stärker die Pflanze ist, desto gesünder ist sie auch. Dennoch gibt es Krankheiten, gegen die "kein Kraut" gewachsen ist.

Bio-Verbände und Gütesiegel: BIO Ernte Austria, ECOvin, Demeter, Bioland, Naturland, Respect.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Wein-Wissen.

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