Neuer Jahrgang der Naturwein-Legende Christian Tschida

Weinflaschen von Christian Tschida im Freien

Christian Tschida ist ein wahrer Künstler in Weinberg wie Keller und zweifellos eine der größten Naturweinlegenden Österreichs. Wir freuen uns sehr, seine Weine seit gut zwei Jahren in unserem Sortiment führen zu dürfen. Nicht nur, weil sie weltweit gefeiert werden, sondern auch weil wir sie selbst ausgesprochen gern trinken. Umso schöner ist es, dass uns vor wenigen Tagen eine neue Lieferung erreicht hat – darunter Weißweine und Rosés aus dem Jahrgang 2024 sowie ein wenig Rotwein aus 2023. 

Immer wieder aufs Neue sind wir fasziniert davon, wie es ihm gelingt, seine Weine einerseits wunderbar zart und filigran wirken zu lassen, ihnen andererseits aber auch immense Konzentration, Spannung und Struktur mitzugeben. Fragt man ihn nach dem Geheimnis dahinter, spricht Christian gerne vom harmonischen Zusammenspiel zwischen Weingarten, Natur und Mensch. Anders als einige seiner Kollegen im Naturweinbereich sieht er das Ideal hier nicht in maximaler Zurückhaltung. Im Gegenteil: Für ihn ist der Mensch ein essenzieller Teil des Gleichgewichts im Weinberg. Übertriebene Technik lehnt er allerdings ab, synthetische Pflanzenschutzmittel sowieso – sein Weingut ist bereits seit 2003 bio-zertifiziert. Dafür ist der manuelle Aufwand immens. Er pflanzt im Doppelstock, um Konkurrenz unter den Reben zu erhöhen und die Traubeninhaltsstoffe zu konzentrieren. Mit minutiöser Laubarbeit sorgt er zudem dafür, dass die Reifeentwicklung seiner Trauben nicht zu schnell voranschreitet und durch intensiven Humusaufbau verbessert er die Nährstoffverfügbarkeit seiner vom Kalk und Schiefer geprägten Böden. All das schafft die Voraussetzung dafür, im Keller die Zügel so locker wie möglich halten zu können: Spontangärung, großes, gebrauchtes Holz, keine Filtration und kein Schwefel – so lautet seine Devise. Doch alle Karten legt er nicht auf den Tisch. Besonders bei seiner berühmt-berüchtigten »Pink-Maceration« hüllt er sich in Schweigen. Zwar vermuten wir, dass eine (zumindest teilweise) Macération Carbonique und kaum Maischebewegung eine Rolle spielen könnten – aber vielleicht ist es gerade dieses kleine Geheimnis, das die Faszination ausmacht.

So oder so: auch der neue Jahrgang ist wieder grandios. Und es ist schön zu sehen, dass auch der früher eher traditionell ausgerichtete Falstaff-Weinguide dies erneut würdigt. So verleiht Peter Moser unter anderem dem Himmel auf Erden Grande Cuvée starke 95 Falstaff-Punkte und dem Weißburgunder All The Love Of The Universe sogar fantastische 96 Punkte. 

Auch wenn Christian seinen eigenen, unverwechselbaren Stil längst gefunden und perfektioniert hat, bleibt er doch unberechenbar: Wenn ihn zum Beispiel die schiere Intensität und puristische Ausdruckskraft der Trauben aus der Parzelle für seinen Syrah Felsen II so begeistert wie 2024, dann verzichtet er kurzerhand auf die Mazeration und keltert stattdessen einen hellen Rosé. Diese neueste Kreation heißt Balsamia und wurde ausschließlich in Magnumflaschen gefüllt. Für Christian bringt der Wein das Terroir der Ried Eisner unverfälscht, direkt und pur zum Ausdruck. Kleiner Wermutstropfen: unsere Jahresmenge beläuft sich auf gerade einmal 12 Magnums.

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Neue alkoholfreie Alternativen aus Südtirol und der Steiermark

Zurzeit kommen gefühlt fast täglich neue Proxys, Säfte etc. auf den Markt. Und auch wenn wir in erster Linie Weinhändler sind – und natürlich auch bleiben -, verschließen wir die Augen nicht vor der Entwicklung hin zu alkoholfreien Alternativen, vorausgesetzt sie schmecken, natürlich. Vor Kurzem haben wir im Team verschiedene alkoholfreie Alternativen verkostet. Mit ihrer Intensität und Komplexität haben uns die Getränke von Feral auf Bete-Basis sehr gut gefallen. Aber Achtung: die Proxys sind durchaus anspruchsvoll und mit einer ordentlichen Ladung Szechuan-Pfeffer auch recht pikant. Zur Essensbegleitung kann das grandios sein, aber um solo eine Flasche zu trinken, sind andere Alternativen wahrscheinlich empfehlenswerter. Etwas »gefälliger« ist beispielsweise der neue Justė vom Sattlerhof. Hier wird der Saft einer alten Quittensorte mit einem Auszug aus sieben heimischen Kräutern infusioniert. Das Ergebnis ist dann deutlich weniger süß als Apfel- oder Traubensaft, besitzt dank der Kräuterauszüge aber eine seidige Textur und eine feine, vegetabile Note. Schön! Zum Probieren der Neuheiten und altbewährten Proxys empfiehlt sich unser Paket Alkoholfreie Alternativen mit 5% Rabatt.

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