Vor einigen Wochen haben wir im Team zahlreiche Rosés aus unserem Sortiment verkostet, um unseren Wein des Monats für den Juli auszuwählen. Der Bentz Rosé 2025 vom Weingut Aldinger setzte sich dabei überraschend deutlich gegen eine ganze Reihe starker Konkurrenten durch. Bemerkenswert war für uns nicht nur das insgesamt hohe Niveau der Weine. Auch stilistisch könnten die Unterschiede inzwischen kaum größer sein: Manche Rosés präsentierten sich eher karg und mineralisch, andere sehr ambitioniert und mitunter wild, wieder andere waren ausgesprochen kraftvoll, würzig oder säurebetont.
Der Bentz Rosé traf dann genau die Balance, die wir uns von einem Sommer-Rosé wünschen. Er ist saftig, charmant und animierend. Ein Wein, bei dem der Trinkfluss auch nach dem ersten Glas nicht nachlässt. Gleichzeitig bringt er mit seiner feinen Würze, lebendigen Säure und einer guten Portion Struktur alles mit, um auch Gegrilltes hervorragend zu begleiten. Das ohnehin hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis verbessern wir im Juli nochmal mit unserem Aktionsrabatt von bis zu 15%.
Selbstverständlich können Sie den Bentz Rosé den ganzen Juli lang in unserer Vinothek verkosten, vom 2. bis 4. Juli öffnen wir an unserem Verkostungstisch weitere spannende Rosés unseres Sortiments zum Vergleichen. Ein besonderes Highlight kommt dabei ebenfalls von Matthias und Hansjörg Aldinger: Der 2023er Trollinger Rosé aus dem Untertürkheimer Gips ist nicht nur der vermutlich teuerste, sondern zumindest laut Henris Weinguide mit 100 Punkten auch der eindeutig beste Rosé Deutschlands.
SZ empfiehlt Sommerweine unseres Sortiments

Dass wir mit unserer Begeisterung für den Bentz Rosé nicht allein dastehen, hat uns besonders gefreut. Vor einigen Tagen empfahl die Süddeutsche Zeitung ihn als einen von 15 tollen Sommerweinen für unter 15 Euro (SZ-Abo erforderlich). Autorin Verena Haart Gaspar lobt ihn als „einen anspruchsvollen Rosé, den man gut als Essensbegleiter einsetzen kann.“ Neben dem Bentz Rosé wurden mit dem Schloss Kabinett von Grünhaus, dem Riesling Gutswein von Knewitz und dem Weißburgunder von Katharina Wechsler drei weitere Weine aus unserem Sortiment empfohlen. Das haben wir zum Anlass genommen, das Thema des Artikels aufzugreifen und ein Sommerwein-Paket zusammenzustellen: Es enthält die vier Empfehlungen aus der Süddeutschen Zeitung sowie zwei weitere sommerliche Weine für unter 15€, die uns in den vergangenen Monaten besonders überzeugt haben.
Wie wird der Bentz Rosé gemacht – und wir schmeckt er?

Um einen möglichst ausgewogenen und vielschichtigen Rosé zu erzeugen, bedienen sich Matthias und Hansjörg Aldinger großzügig aus ihrem breit gefächerten Rebsortenspiegel. Der Bentz Rosé entsteht im Saignée-Verfahren, bei dem ein Teil des Mostes von der Rotweinmaische abgezogen wird. Verwendet werden Partien aus Spätburgunder, Lemberger, Merlot und Trollinger. Der Bentz Rosé wird kühl im Edelstahltank vergoren, wo er auf anschließend auf der Feinhefe ausgebaut wird.
Der Rosé präsentiert sich im Glas in einem schicken Lachsrosa, was für einen relativ späten Saftabzug spricht und dem Most neben der Farbe auch eine Spur mehr rotfruchtige Noten verleiht. Die Nase zeigt sich charmant fruchtig, aber ohne Kitsch: rote Johannisbeere und reife Himbeere, dazu kommt eine feinherbe Grapefruit-Note. Im Hintergrund schwingt etwas Kräuterwürze mit, mit der sich der Lemberger in der Cuvée bemerkbar macht. Am Gaumen ist der erste Schluck einladend saftig und erinnert an den Biss in eine vollreife Erdbeere, nur natürlich weniger süß, auch wegen der lebhaft-frischen Säure. Der Rosé bleibt jederzeit betont beerig und zeigt Noten von Johannisbeere, Kirsche sowie einen leicht herben Rhabarber-Touch. Trinkfluss besitzt der Bentz ohne Ende: saftig charmant, geschmeidig, aber immer frisch und geradlinig. Gerade weil er nichts sein will, was er nicht ist, macht er er alles richtig. Ein Sommer-Rosé im besten Sinne und unsere Nummer Eins für diesen Sommer, sei es beim Grillen an der Isar oder als Aperitif am Abend auf dem Balkon, wenn Freunde zu Gast sind.
Mehr vom Weingut Aldinger

Auch wenn man von der Spitzenlage Untertürkheimer Gips direkt auf das Mercedes-Benz Werk blickt, hat der Name unseres Wein des Monats nichts mit Autos zu tun. Er geht auf Bentz den Aldinger zurück, der im Jahr 1492 den Grundstein für den Weinbau der Familie in Fellbach legte. Mehr als 500 Jahre später können Matthias und Hansjörg Aldinger ihren Stammbaum immer noch auf ihn zurückführen und führen das Weingut inzwischen in der 16. Generation.
Unter ihrem Großvater und Vater entwickelte sich Aldinger bereits zum württembergischen Vorzeigeweingut. Heute zählt der Betrieb zu den besten Weingütern Deutschlands und wird in allen relevanten Weinführern zur Weltklasse gezählt.
Was uns am Weingut Aldinger immer wieder beeindruckt: Sie machen eigentlich alles – und erstaunlicherweise machen sie alles gut, in den meisten Fällen sogar herausragend gut. Ob Riesling, Lemberger, Spätburgunder, Trollinger oder Chardonnay: Kaum ein anderes deutsches Weingut deckt eine vergleichbare stilistische Bandbreite auf konstant so hohem Niveau ab. Und gleichzeitig entstehen Jahr für Jahr hervorragende Gutsweine zu ausgesprochen fairen Preisen. Die Grundlage dafür bilden die vielfältigen Lagen rund um Fellbach auf 240 bis zu 370 Metern Höhe mit ihren Böden aus Gipskeuper, Buntem Mergel, Stubensandstein und Kieselsandstein.
Bei aller Vielfalt lässt sich jedoch allgemein beobachten, dass die Weine von Matthias und Hansjörg einen zunehmend reduktiven Stil zeigen, häufig ergänzt durch einen gekonnten Einsatz von neuem Holz.
Mit dem Aldinger Kennenlernpaket lässt sich die angesprochene Vielfalt besonders gut entdecken. Neben dem Bentz Rosé enthält es unter anderem den ungeschminkten Trollinger Sine sowie die Cuvée Gipskeuper aus Weißburgunder und Chardonnay. Die Trauben der Cuvée stammen zu einem großen Teil aus der Spitzenlage Untertürkheimer Gips und der Wein wird auf die gleiche Art und Weise wie die Ersten und Großen Gewächse vinifiziert. Er wird spontan in französischen Holzfässern vergoren und verbleibt dort 18 Monate auf der Vollhefe.

