Subskription 1. Runde

Wir starten in die 1. Runde unserer Subskription! Die im September erscheinenden Großen Gewächse und Smaragde sind jetzt mit 3% Subskriptionsrabatt vorbestellbar. Die Rieslinge sowie die Wachauer Smaragde stammen aus dem Jahrgang 2024, die Spätburgunder sowie die meisten weißen Burgunder hingegen aus dem Jahrgang 2023. Der einzige Nachzügler ist Konrad Salwey, der im September den kraftvollen Jahrgang 2022 auf den Markt bringt.

Jahrgangsberichte

Riesling 2024

Fragt man die Winzer nach dem Charakter ihrer 2024er Rieslingen, hört man besonders oft die Worte »klassisch«, »kühl« und »elegant«. Das klingt zunächst paradox, denn 2024 war in Deutschland das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Da die extremen Temperaturen jedoch vor allem außerhalb der Wachstumsperiode auftraten, präsentiert sich der Jahrgang stilistisch keineswegs als Hitzejahrgang – im Gegenteil: Was wir bisher probiert haben, ist tatsächlich meist eher dem kühlen Spektrum zuzuordnen. Im Vergleich zur Expressivität des Jahrgangs 2023 zeigen sich die 2024er Rieslinge zwar nicht verschlossen, aber doch zurückhaltender, kühler und somit auch klassischer. Diese Stilistik dürfte besonders Riesling-Puristen entgegenkommen, denn gerade dort, wo die Frucht etwas zurücktritt, kommt der Boden umso mehr zum Vorschein.

Nach mehreren trockenen Jahren war die Wasserversorgung im Jahr 2024 kein Thema. Im Gegenteil: 2024 zählt sogar zu den niederschlagsreichsten Jahrgängen der letzten Jahrzehnte. Die bestens versorgten Trauben kamen so langsam, aber stetig und ganz ohne Stress zur Reife. Sie entwickelten nicht nur eine beeindruckende aromatische Vielfalt, sondern auch sehr hohe Extraktwerte. Diese stellen der aromatischen Kühle der Weine eine beeindruckende Intensität, Dichte und Struktur entgegen. Auch die moderaten Herbsttemperaturen kamen dem Riesling entgegen, da sie eine lange Reifeperiode ermöglichten, in der die Zuckergehalte nicht zu stark anstiegen und die Säure sich nur langsam abbaute. Das Ergebnis sind vergleichsweise niedrige Alkoholwerte bei gleichzeitig straffer, aber feiner Säure – weniger fordernd als etwa im kühlen Jahrgang 2021.

Die extrem hohen Temperaturen im Spätwinter und Frühjahr führten jedoch zu einem verfrühten Austrieb, der Ende April durch Frost teilweise komplett zerstört wurde. Dies führte besonders an der Saar, Ruwer und der mittleren Nahe zu erheblichen Ertragseinbußen. 

Burgunder 2023

Weinbaulich war 2023 kein leichtes Jahr: Der Sommer war vielerorts sehr warm und gleichzeitig feucht, was eine knallharte Selektion erforderlich machte, die sich jedoch ausgezahlt hat. Die 2023er Burgunder zeigen sich erneut früh zugänglich, sind dabei jedoch deutlich straffer und zarter als die intensiv-dichten Weine des Vorgängerjahrgangs 2022.

Die weißen Burgunder überzeugen bereits jetzt mit offener, einladender Aromatik, ohne dabei die Expressivität der jungen Rieslinge aus demselben Jahr zu erreichen. Die besten unter ihnen wirken zugleich feingliedrig und spannungsgeladen. Die Spätburgunder zeigen sich weniger stoffig als im Blockbuster-Jahrgang 2022, dafür aber mit hellerer, präziser Frucht und klassisch-elegantem Auftritt – schlank, zart und glasklar in ihrer Stilistik. Es ist ein Jahrgang, der seinen Charme – sowohl bei Weiß- als auch bei Rotwein – schon früh ausspielt.

Wachau 2024

Die Wachau startete mit extrem hohen Temperaturen ins Jahr – schon im April wurde die 30-Grad-Marke geknackt. In Kombination mit den hohen Winterniederschlägen kam es zu einem extrem frühen Austrieb. Der darauffolgende Spätfrost im April zerstörte dann vielerorts große Flächen – insbesondere im Spitzer Graben sowie auf der rechten Donauseite. Die Winzer in Ober- und Unterloiben kamen vergleichsweise glimpflich davon. Der Sommer lief dann eigentlich perfekt: es war warm, phasenweise auch sehr heiß, dazu gab es immer mal wieder moderate Niederschläge und reichlich Sonne. So blieb es, bis in der zweiten Septemberhälfte Rekordmengen an Regen fielen, die nicht nur Flüsse über die Ufer treten ließen, sondern auch Trockenmauern zum Einsturz brachten. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Federspiele bereits gelesen, doch die Trauben für die Smaragde hingen noch am Stock. Nach der zwangsweisen einwöchigen Lesepause zeigten sich die Trauben erstaunlicherweise in recht gutem Zustand. Besonders die Veltliner haben den Regen gut weggesteckt: Dank ihrer dicken, robusten Beerenschalen hielt sich der Botrytisdruck in Grenzen. Geprägt von einem heißen Jahr mit ausreichend Niederschlag präsentieren sich die 2024er Smaragde sehr kräftig und dicht, dabei sehr zugänglich, mit reifer, gelber Fruchtausprägung und moderaten Säurewerten – im Grunde: Wachauer Smaragd par excellence. 

Die 2024er Smaragde von Alzinger und die Lagenweine der Grabenwerkstatt sind bereits verfügbar. 

-> Zur Subskription

Ähnliche Beiträge:

Schreibe einen Kommentar