Spätburgunder

Auch Pinot Noir oder Blauburgunder, gehört zweifelsohne zu den ganz großen Rotweinsorten der Welt. Wichtigste Sorte im Burgund, einen Romanée Conti würde es sonst wohl nicht geben! Er besticht durch seine leuchtend kaminrote Farbe, seinen weichen Geschmack und feinrassige Säure mit elegantem Körper, längere Lagerung macht ihn vollmundig.

Herkunft und Verbreitung

Die rote Rebsorte zählt zu den ganz Großen der Welt, den Cépages nobles. Schon von den Römern im Burgund kultiviert. Von den Zisterziensern wurde sie im 14. Jahrhundert nach Deutschland in das neu gegründete Kloster Eberbach mitgebracht, von dort gelangte sie wahrscheinlich nach Österreich. Trotz umfangreicher Genanalysen ist die Abstammung vom Pinot Noir noch nicht gänzlich geklärt: Eine Quelle spricht von einer natürlichen Kreuzung von Schwarzriesling mit Traminer. Eine andere Quelle vermutet, dass der Pinot Noir wahrscheinlich in direkter Linie von der Wildrebe abstammt. Pinot Noir ist ohnehin bekannt für seine Mutationsfähigkeit, die Sorten Frühburgunder, Weißburgunder und Grauburgunder gelten als Abkömmlinge der roten Sorte. Aufgrund seiner geschmacklichen Qualität findet der Pinot Noir wachsende Verbreitung, obwohl die kapriziöse Sorte den Winzern einiges abverlangt. Die weltweite Anbaufläche hat sich von 1960 von etwa 10.000 Hektar auf über 100.000 Hektar Rebfläche verzehnfacht (davon 30.000 ha alleine in Frankreich, bzw. 9.500 ha im Burgund) und kommt somit auf Rang 10 im Sortenranking.

Rebfläche in Deutschland: 11.775 Hektar (bzw. 11,6%)
Rebfläche in Österreich: 649 Hektar (bzw. 1,4%)

"König der Rotweine"

dieses Prädikat bringt die ganze Bedeutung des Pinot Noirs zum Ausdruck, unerreicht sein feiner Duft. Im Anbau aber eine schwierige Sorte, die hohe Ansprüche an Lage und Boden stellt und spätfrostempfindlich ist, die dünnhäutigen Beerenschalen sind besonders anfällig gegen Fäulnis, Ungeziefer, Echten und Falschen Mehltau und Botrytis. Die frühreifenden Trauben sind kompakt in der Form eines Kiefernzapfens (Pinot ist von pin, Pinie abgeleitet), die Beeren sind klein, haben viel Saft und Zucker aber wenig Farbe. Die Weine des Spätburgunders sind samtig und nur mäßig tanninhaltig. Das Bukett erinnert an Himbeeren, Waldboden oder Mandeln eventuell mit leicht animalischen Nuancen. Die Sorte transportiert wie keine Zweite, das spezifische Terroir, weil sie sehr empfindlich auf Bodentyp und Mikroklima reagiert. Die Weine aus Toplagen genießen Weltruf und verfügen aufgrund einer kräftigen Säurestruktur über ein beträchtliches Alterungspotential.

Goldene Zeiten an der Côte-d?Or

Im Burgund ist der Pinot Noir die einzige zugelassene Rotweinsorte zur Erzeugung von Qualitätswein und belegt 36% der Anbaufläche. Speziell Herzog Philipp der Kühne erkannte schon im 14. Jhd. den kommerziellen Wert des Weines, er verbot den zweitklassigen Gamay, die Düngung wegen zu hoher Erträge, er erfand das Wort Bankett für die U-förmige Tafel, und führte die Menükarte bei seinen Feiern ein. Ungefähr parallel zur Entstehung des Burgunderreiches drang das Christentum vor, bereits 910 gründeten Benediktiner eine Abtei in Cluny und Zisterzienser folgten 1098 mit einer Abtei in Citeaux zu der später das gesamte Clos de Vougeot und auch die Domaine Romanée-Conti gehörte. Nach der französischen Revolution wurden die Besitztümer der weltlichen und geistigen Machthaber ans Volk verteilt. Noch im Jahre 1955 gab es an die hunderttausend Bauernbetriebe die Wein anbauten, erst in den 80er Jahren schmolz diese Zahl auf etwa 10.000 echte Winzerbetriebe die aber vielfach ihre Trauben an Handelshäuser (négociants eleveur) und Genossenschaften lieferten. Die besten Weingüter in den Hochburgen Gevrey-Chambertain oder Vosne-Romanée stellen häufig nur kleine Mengen ihrer extrem hochwertigen Essenzen her, die Aufgrund der internationalen Nachfrage zu schwindelerregenden Verkaufspreisen führen.

Auch in der Champagne ist der Pinot Noir, mit einem Anteil von 38 %, noch vor Chardonnay und Schwarzriesling die wichtigste Rebsorte. Die Trauben werden meistens gleich gepresst und der gewonnene helle Saft vergoren, so dass ein Weißwein entsteht. Sortenreiner Schaumwein aus Spätburgunder (und/oder Pinot Meunier) wird unter der Bezeichnung "Blanc de Noirs" vermarktet.

Deutscher Spätburgunder hat Zukunft

In Deutschland sind fast 12.000 Hektar mit Pinot Noir bzw. Spätburgunder bestockt, damit ist Deutschland der drittgrößte Pinot Noir Produzent der Welt hinter Frankreich und den USA. In praktisch allen deutschen Anbaugebieten werden mittlerweile Spitzenqualitäten erzielt. Hatte man doch bis in den 1980er Jahren aus Spätburgunder durchwegs eher süßliche Weine erzeugt, schwach in Farbe, Körper und Alkohol, so hat sich das Geschmacksbild in den folgenden Jahrzehnten dramatisch verändert. Heute werden in Deutschland bevorzugt französische Klone (z.B: Selection Massale) ausgepflanzt und daraus viel farb-, tannin- und körperreichere Rotweine erzeugt, die sich an den berühmtesten roten Burgundern orientieren. Spätburgunder, die mit großen Pinot Noirs aus Burgund mithalten können, stammen von Huber aus Baden, Knipser aus der Pfalz, Fürst aus Franken und Keller aus Rheinhessen. Und eine junge Winzergarde rückt nach: Keller, Salwey, Koch, Kuhn, Rings, um nur einige zu nennen. Weitere gute Rotweinlagen finden sich an der Ahr und im Rheingau in Assmannshausen mit dem berühmten Höllenberg. Der Spätburgunder ist die dominierende Rotweinsorte an der Ahr mit 62% und auch in Baden ist der Spätburgunder mit rund 5.500 ha (rund 36 %) die meistangebaute Rebsorte.
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