{"id":743,"date":"2016-09-26T18:03:57","date_gmt":"2016-09-26T16:03:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/?p=743"},"modified":"2016-09-26T18:03:57","modified_gmt":"2016-09-26T16:03:57","slug":"vdp-riesling-grosse-gewaechse-2015-mosel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/weinbewertungen\/vdp-riesling-grosse-gewaechse-2015-mosel\/","title":{"rendered":"VDP Riesling Gro\u00dfe Gew\u00e4chse 2015 \u2013 Mosel"},"content":{"rendered":"<p>Der karge Jahrgang steht vielen Weinen an der Mosel sehr gut, kommt dabei die Schiefermineralik doch sehr intensiv durch. Trotz der eher kernigen Struktur der Weine sind diese schon erstaunlich zug\u00e4nglich und zeigen sich offen und harmonisch, selbst die Weine von Heymann-L\u00f6wenstein, die oftmals in der Jugend etwas verschlossen sind.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3><strong>Clemens Busch<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Riesling Marienburg 2015<br \/>\n<\/strong>Der Riesling Marienburg ist der Einstieg in die Gro\u00dfe Gew\u00e4chs-Linie am Weingut Clemens Busch und ist Preis-Leistung immer eine sichere Bank. Der 2015er Marienburg zeigt sich momentan noch dezent und sehr feingliedrig, mit feinen Limettennoten in der Nase, Zitronenmelisse und etwas Thymian kommen hinzu. Am Gaumen sehr schlank und mit einer straffen S\u00e4ure, extrem feingliedrige Struktur, wirkt so knackig frisch, das es auch ein leichter Sommerwein sein k\u00f6nnte. Bewertung: 17,0<\/p>\n<p><strong>Riesling Marienburg Rothenpfad 2015<br \/>\n<\/strong>Roter Schiefer dominiert die Lage Rothenpfad und erbringt daher immer das kraftvollste und geschmeidigste Gro\u00dfe Gew\u00e4chs von Clemens Busch. In der Nase dicht und mit intensiver Frucht, Orangenzeste und roter Pfirsich, dazu kommt etwas Salbei und ein Hauch Eukalyptus. Am Gaumen saftig und einladend, m\u00fcrber roter Schiefer kommt durch, wieder rotschaliger Pfirsich, sehr harmonische Struktur, da passt das Zusammenspiel aus Schmelz und Frische perfekt zueinander, macht jetzt schon richtig Spa\u00df! Bewertung: 18,0<\/p>\n<p><strong>Riesling Marienburg Fahrley 2015<br \/>\n<\/strong>Verhaltene Nase mit wenig Frucht, Limettenzeste kommt leicht durch, befindet sich eher auf der rauchigen und kr\u00e4utrigen Seite, mit etwas Salbei und Thymian. Am Gaumen ungemein straffer Beginn, S\u00e4ure und intensive Mineralik sind perfekt miteinander verwoben, von der Fruchtauspr\u00e4gung auch hier eher dezent, Limette und Grapefruitzeste dominieren hier. Ein Strukturwein, der die Frucht nicht braucht, sondern nur seine leicht m\u00fcrbe Mineralik und die knackige S\u00e4ure. Bewertung: 17,5<\/p>\n<p><strong>Riesling Marienburg Falkenley 2015<br \/>\n<\/strong>Der Riesling Falkenley kommt vom grauen Schiefer und zeigt damit nochmal eine weitere wunderbare Facette der Lage Marienburg. In der Nase geschmacklich etwas st\u00e4rker ins gelbe gehend, etwas Quitte, Melone und Zitrone, sehr frisch und animierend. Am Gaumen auch hier eine herrliche m\u00fcrbe Mineralik, ungemein saftig, hat eine leicht t\u00e4nzelnde Struktur, auch hier wieder Zitrus und eher verhalten Fruchtauspr\u00e4gung. Bewertung: 17,5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Heymann-L\u00f6wenstein<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Riesling Kirchberg 2015<br \/>\n<\/strong>F\u00fcr Heymann-L\u00f6wenstein bereits ein sehr zug\u00e4nglicher Riesling zu diesem fr\u00fchen Verkostungszeitpunkt. In der Nase nat\u00fcrlich noch eine leichte Reduktion sp\u00fcrbar, jedoch ist diese nicht nur sehr typisch, sondern etwas das jeder Heymann-L\u00f6wenstein-Fan in den Weinen sucht. Dazu kommt reifer gelber Pfirsich, wirkt extrem saftig in der Nase, Ananas und Litschi, ver\u00e4ndert sich mit jedem Mal schwenken, tolle Komplexit\u00e4t! Am Gaumen straff und minimalistisch, sehr karger Beginn mit einer lebendigen S\u00e4ure und einem sehr zarten K\u00f6rper, insgesamt wenig Frucht am Gaumen, eher zitrische Ankl\u00e4nge, bleibt trotz der zarten Struktur sehr gut am Gaumen. Bewertung: 17,0+<\/p>\n<p><strong>Riesling Stolzenberg 2015<br \/>\n<\/strong>Der Stolzenberg kommt in der Nase von Beginn an deutlich intensiver und etwas d\u00fcsterer daher, mit einer deutlichen Rauchigkeit, flambierte Ananas, Schwarzpulver und oxidierte Banane. Mit Luft wird er dann etwas frischer und Gr\u00fcner von der Frucht her, mit gr\u00fcner Williamsbirne und Limette und etwas gr\u00fcnem Tee. Am Gaumen mit intensiver m\u00fcrber Struktur, packt richtig zu, gr\u00fcne Birnenschale, dazu eine leichte Kr\u00e4uterw\u00fcrze und zur frischen S\u00e4ure ein deutlicher Zitrustouch. Bewertung: 17,5<\/p>\n<p><strong>Riesling R\u00f6ttgen 2015<br \/>\n<\/strong>Der Riesling aus der Lage R\u00f6ttgen ist von Beginn an sehr rotfruchtig gepr\u00e4gt, Johannisbeeren und etwas Walderdbeere kommen durch, dazu intensive W\u00fcrze, mit etwas K\u00fcmmel und Weihrauch, im Hintergrund gibt der florale Touch eine leicht giftige Note ab. Am Gaumen weich und einnehmend, von Beginn an sehr schmelzig und mit milder S\u00e4ure, sozusagen der direkte Gegenpol zum sehr frischen Riesling Kirchberg, es kommt dann auch eine leicht m\u00fcrbe Struktur durch, insgesamt liegt der weiche Schmelz aber klar im Vordergrund, rotschaliger Pfirsich, reife Litschi und etwas Zwetschge zeigen sich im Harmonischen Abgang. Bewertung: 17,5<\/p>\n<p><strong>Riesling Uhlen Blauf\u00fc\u00dfer Lay 2015<br \/>\n<\/strong>Als k\u00f6nnte man die blaue Farbe des Bodens im Riesling Blauf\u00fc\u00dfer Lay bereits riechen, allerdings merkt man bei dieser Lage, dass diese wie jedes Jahr noch etwas Zeit braucht, da Sie Momentan noch etwas ausgefallen ist. K\u00fchle Nase mit etwas Chlor und kaltem Rauch, wei\u00dfer Pfirsich, versteckt sich noch etwas. Am Gaumen mit pr\u00e4senter S\u00e4ure zu Beginn, auch hier k\u00fchl und blau, wirkt fast tintig, der Schiefer kommt sehr intensiv durch und zeigt sich geschmacklich wie eine Bleistiftmiene, viel Limette und etwas unreifer wei\u00dfer Pfirsich. Braucht noch Zeit, dann k\u00f6nnte sich hier ein Struktur- und Mineralik-Traum entwickeln. Bewertung: 17,5<\/p>\n<p><strong>Riesling Uhlen Laubach 2015<br \/>\n<\/strong>Die Lage Laubach verleiht diesem Riesling eine Opulenz und eine gro\u00dfe Intensit\u00e4t, reife exotische Noten dominieren, dazu kommen feine Nuancen wie Zitronenmelisse und Pfefferminze, es entsteht ein sch\u00f6nes Spiel zwischen Reife und Frische. Auch am Gaumen wird er diesem Eindruck gerecht, der Laubach f\u00e4ngt weich und fast schmelzig an, dann bringt die m\u00fcrbe Struktur allerdings auch eine zarte Frische dazu, reife Mango, Pfirsich und ganz zum Schluss wieder etwas Pfefferminze.<br \/>\nBewertung: 17,5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Van Volxem<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Riesling Goldberg 2015<br \/>\n<\/strong>Der Riesling Goldberg f\u00e4ngt passend zu seinem Namen an, mit goldener s\u00fc\u00dfer Frucht, reifer Melone, etwas Bl\u00fctenhonig und dazu Ananas, mit Luft wird die Nase eleganter und es kommt etwas Kamille und Holunderbl\u00fcten durch. Am Gaumen mit straffem und strukturiertem Beginn, der einen fast etwas \u00fcberrascht bei der weichen Nase, frische S\u00e4ure, leicht m\u00fcrbe Schiefermineralik, dazu kommt herbe Birnenfrucht, etwas Quitte und eine feine Kr\u00e4uterw\u00fcrze auf den Zungenr\u00e4ndern. Beeindruckender Riesling, der eine tolles Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis bietet. Bewertung: 17,5+<\/p>\n<p><strong>Riesling Volz 2015<br \/>\n<\/strong>Der Riesling Volz beginnt reif und charmant und wird mit Luft immer feiner und auch k\u00fchler von der Fruchtauspr\u00e4gung. In der Nase zuerst mit reifem Pfirsich und s\u00fc\u00dfer Melone, dann kommt Zitronenmelisse, etwas Limette und gr\u00fcner Apfel. Am Gaumen von Beginn an k\u00fchl und eher auf der frischen Seite mit wei\u00dfem Pfirsich, Litschi und Limette, knackige S\u00e4ure und eine zarte Struktur, momentan noch etwas m\u00fcrb austrocknend, zeigt aber sehr gut Anlagen. Bewertung: 17,0<\/p>\n<p><strong>Riesling Scharzhofberger 2015<br \/>\n<\/strong>In der Nase mit sehr kr\u00e4utrigem Beginn, viel Waldmeister, dazu etwas Maggikraut, Pink Lady Apfel und etwas Salbei, wirkt noch deutlich am verschlossensten von allen Gro\u00dfen Lagen Rieslingen des Weinguts. Am Gaumen mit straffem Beginn, die knackige S\u00e4ure \u00fcberdeckt die Schiefermineralik momentan noch etwas, herbe Birnenschale. Bewertung: 17,5-<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der karge Jahrgang steht vielen Weinen an der Mosel sehr gut, kommt dabei die Schiefermineralik doch sehr intensiv durch. 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