{"id":740,"date":"2016-09-26T18:03:15","date_gmt":"2016-09-26T16:03:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/?p=740"},"modified":"2016-09-26T18:03:15","modified_gmt":"2016-09-26T16:03:15","slug":"vdp-grosse-gewaechse-2015-spaetburgunder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/weinbewertungen\/vdp-grosse-gewaechse-2015-spaetburgunder\/","title":{"rendered":"VDP Gro\u00dfe Gew\u00e4chse 2015 &#8211; Sp\u00e4tburgunder"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Huber<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Bienenberg<\/strong><strong> 2014<br \/>\n<\/strong>Der Sp\u00e4tburgunder Bienenberg kommt auf den ersten Blick als dichter und kraftvoller Power-Sp\u00e4tburgunder daher, das verwundert nicht, da es auch die, vom Boden her, fetteste Lage der Hubers ist. Das Holz pr\u00e4gt ihn in der Nase noch deutlich, R\u00f6staromen stechen hervor, viel Luft schafft da allerdings sehr schnelle Abhilfe, dann wird er immer feiner, etwas Eukalyptus und Salbei und mit noch etwas Geduld kommt nur noch Erdbeere und frische Johannisbeere aus dem Glas. Am Gaumen ist der Sp\u00e4tburgunder Bienenberg allerdings ungemein saftig, drahtig und fast schon elegant, wieder frische Johannisbeeren, dazu Kirschen, stoffig-m\u00fcrbe Struktur die super am Gaumen bleibt, ein toller Sp\u00e4tburgunder mit viel Finesse. Bewertung: 18,0-<!--more--><\/p>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Schlossberg<\/strong><strong> 2014<br \/>\n<\/strong>Von der ersten Nase an kommt die gro\u00dfe Noblesse der Lage Schlossberg zum Vorschein. Der Weingarten am Schlossberg unterscheidet sich von Ausrichtung und Bodenstruktur eigentlich nur minimal von den anderen Lagen am Weingut Huber, jedoch ist er seit 1997 mit kleinbeerigen franz\u00f6sischen Pinot Noir Rebst\u00f6cken bepflanzt. Diese Reben bringen einen deutlich anderen Wein hervor, als die badischen Sp\u00e4tburgunder-Klone. In der Nase eine k\u00fchle und leichtf\u00fc\u00dfige Auspr\u00e4gung, Holz ist dabei kaum noch sp\u00fcrbar, so gut wurde es integriert, frische Erdbeere, leichte W\u00fcrze, etwas Rosenholz und ein Touch Flieder. Am Gaumen ungemein straff, wirkt deutlich zug\u00e4nglicher und feingliedriger als in den letzten Jahren, feines und m\u00fcrbes Tannin, daf\u00fcr ist die S\u00e4ure noch eine Spur dominanter, knackig, frische Kirsche, Zwetschge bis in den Abgang. Bewertung: 18,0+<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>\u00a0<\/strong><strong>Knipser<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Burgweg 2012<br \/>\n<\/strong>In der Nase riecht der Burgweg nach purem Burgund, ziseliert und fein, erdiger und roher Boden, dazu kommt etwas Erdbeere und Rhabarber, feingliedrig und mit leichter Rauchigkeit. Am Gaumen direkt und straff, m\u00fcrbes Tannin das allerdings von toller Saftigkeit unterst\u00fctz wird, schon auch kraftvoll und kernig, dabei aber nie \u00fcberbordend, k\u00f6nnte mit etwas Reife sehr gut werden. Bewertung: 17,5+<\/p>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Kirschgarten 2012<br \/>\n<\/strong>In der Nase feine s\u00fc\u00dfe Erdbeere, dazu etwas Zwetschge, zartes Rosenholz und etwas Sellerie, insgesamt etwas weicher und zug\u00e4nglicher als der Sp\u00e4tburgunder Burgwe. Am Gaumen sehr geschmeidig, leichte w\u00fcrze, auch hier Zwetschge, Walderdbeere, erdig mit etwas Moos, sehr ausgewogen, k\u00f6nnte noch etwas mehr frische vertragen dann w\u00e4re es gro\u00df. Bewertung: 17,5<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Becker<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Heydenreich 2013<br \/>\n<\/strong>Erster Eindruck mit einer sehr dumpfen Nase, mit Luft verfliegt diese Dumpfheit sehr schnell und es kommt zarte Walderdbeere durch, dazu noch leicht pilzig, Champignons und etwas Marzipan, feingliedrig und nuanciert, dann wieder Erdbeere und ein floraler touch, so feingliedrig das er regelrecht unschuldig wirkt. Am Gaumen im ersten Moment zupackend, dann wird es pipifein, m\u00fcrbes perfekt aufbrechendes Tannin und eine elegante aber frische S\u00e4ure, wird mit jeder Minute feiner und offener, am Gaumen etwas Zwetschgenschale, wahnsinniger Zug und Finesse, ganz gro\u00dfer Deutscher Stoff der ohne jegliche S\u00fc\u00dfe spielt. Bewertung: 19,0<\/p>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Kammerberg 2013<br \/>\n<\/strong>Hier kommt in der ersten Nase sehr viel Pilze, Waldboden und Moos mit, Mandelhaut, getrockneter Salbei, auch ein Hauch R\u00f6staromen. Am Gaumen mit w\u00fcrzigem beginn, bevor auch hier die s\u00e4ure wunderbar aufl\u00f6st, Walderdbeere, etwas Kirsche, bleibt etwas m\u00fcrber am Gaumen haften, insgesamt einen Tick gr\u00f6ber als der Heydenreich, aber trotzdem ganz vorne mit dabei.<br \/>\nBewertung: 18,0<\/p>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Sankt Paul 2013<br \/>\n<\/strong>Sehr verhaltenen Nase, kommt mit floralen Noten und etwas Weichsel raus, nochmal k\u00fchler mit Ankl\u00e4ngen von Eukalyptus, extrem zarte und feingliedrige Nase, wirklich null holz sp\u00fcrbar, so eine feine Sp\u00e4tburgunder Nase findet man in Deutschland nur selten. Am Gaumen m\u00fcrbes und dichtes Tannin, gleich viel Gripp, dabei aber extrem elegant und feingliedrig, superbe S\u00e4ure, etwas Kirsche und Erdbeere, ganz leichter erdiger Touch, ein toller Pinot, der die eleganteste und feinste Kollektion die wir jemals bei Becker probieren konnten abrundet. Bewertung: 18,0<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>St. Antony<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Kranzberg<\/strong><strong> 2014<br \/>\n<\/strong>In der Nase relativ dunkle Frucht mit Zwetschge, etwas Tabak und Brombeere, feste Struktur, deutliche R\u00f6stnoten, dazu etwas Walderdbeere und eine feine verspielte Frucht am Gaumen, Rosenbl\u00e4tter, auch fein aber nicht mit der Finesse und dem Druck des Paterberg. Bewertung: 17,0<\/p>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Paterberg<\/strong><strong> 2014<br \/>\n<\/strong>Zu Beginn pures Himbeermark, unglaublich fruchtig und zug\u00e4nglich, selbstgemachtes Erdbeerkompott, fast ein wenig kitschig, mit Luft kommt eine k\u00fchlere Rauchigkeit mit dazu. Am Gaumen dann mit fester Tanninstruktur, durchaus hart, l\u00f6st sich dann aber fein auf, hier wird es deutlich erdiger, aber dazu auch hier intensive Frucht mit Himbeere und Rosenbl\u00e4ttern, die feine S\u00e4ure belebt den Paterberg deutlich, steht aber noch ganz am Anfang seines Weges und braucht dringend Flaschenreife um sein Potenzial zu zeigen. Bewertung: 17,5+<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>F\u00fcrst<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Schlossberg<\/strong><strong> 2014<br \/>\n<\/strong>In der Nase leicht s\u00fc\u00dfe Rosenholznase, etwas Salbei, Myrrhe, mit Luft kommt die Frucht noch klarer, viel Kirsche und auch etwas Erdbeere. Feingliedrig und zart am Gaumen, leicht m\u00fcrbe Struktur, ein bisschen als w\u00fcrde man auf einer Zwetschgen Schale kauen, dazu wieder Erdbeere, extrem eleganter Wein, hinten raus k\u00f6nnte er etwas mehr Punch haben, aber die Harmonie ist schon grandios. Bewertung: 17,5+<\/p>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Centgrafenberg<\/strong><strong> 2014<br \/>\n<\/strong>Auch hier wieder etwas Rosenholz in der Nase, \u00e4hnelt in der ersten Nase sehr stark dem Schlossberg, hat am Gaumen etwas mehr Druck, ein dichteres Tannin, und auch mehr S\u00e4ure, dazu kommt aber auch eine sehr s\u00fc\u00dfe Erdbeere am Gaumen, etwas reifer Rhabarber, aber hinten raus auch etwas Schmelz, kommt gerade was Finesse anbelangt nicht mit dem Schlossberg mit. Bewertung: 17,5<\/p>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Hundsr\u00fcck<\/strong><strong> 2014<br \/>\n<\/strong>In der Nase etwas dunklere Frucht, mehr Kirsche, auch etwas Weihrauch und Schwarzkirsche. Am Gaumen straff und m\u00fcrbe, auch hier setzt ein leichter S\u00fc\u00dfetouch ein, extrem elegant und feingliedrig, aber in Sachen Druck verliert er gegen\u00fcber den anderen gro\u00dfen etwas. Bewertung: 17,5<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Battenfeld-Spanier<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder <\/strong><strong>Kirchenst\u00fcck 2014<\/strong><\/p>\n<p>In der Nase mit einem ordentlichen stinkerl, Pinot-typisch und animieren, Pferdestall und mit reduktivem Einschlag, straffer Beginn mit sehr viel m\u00fcrben Tannin, tolle Griffigkeit, packt richtig zu, aber das Tannin blockiert ihn auch noch etwas, k\u00f6nnte etwas mehr Finesse gebrauchen, auch mit Luft bleibt er noch sehr stark Tannin-dominiert. Bewertung: 17,5<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Keller<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder <\/strong><strong>Morstein 2013<\/strong><\/p>\n<p>Glasklare und feine Nase ohne jegliches Holz, k\u00fchl mit etwas Eukalyptus, dunkle Frucht, Brombeere und etwas Minze, gro\u00dfe Finesse schon in der Nase. Auch hier zu Beginn relativ dichte und w\u00fcrzige Struktur, entwickelt sich mit Luft gro\u00dfartig und wird immer besser und auch noch deutlich feiner, grandioses Sp\u00e4tburgunder, unglaublich fein und schon mit Hammer Finesse und Harmonie, einer der gro\u00dfen Roten aus Deutschland. Bewertung: 18,5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Salwey<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Eichberg<\/strong><strong> 2014<br \/>\n<\/strong>K\u00fchle Auspr\u00e4gung in der Nase, kalter Weihrauch, geht extrem in diese kalte rauch Richtung, am Gaumen gute Struktur, druckvoll und dicht, dabei aber trotzdem mit feiner und frischer S\u00e4ure, gute Harmonie, f\u00fcr die Nase gibt es wieder Abz\u00fcge, gerade die Tanninstruktur im Zusammenspiel mit der S\u00e4ure ist allerding sehr positiv. Bewertung: 17,0+<\/p>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Henkenberg<\/strong><strong> 2014<br \/>\n<\/strong>Der ausgewogenste und stimmigste Sp\u00e4tburgunder von Salwey saftig und auch mit dem meisten Tannin, hat am meisten Zug und auch druck von allen drei, hinten raus Moos und etwas Zwetschge, bleibt feingliedrig und sehr lang am Gaumen h\u00e4ngen. Bewertung: 17,5+<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Franz Keller<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder <\/strong><strong>Kirchberg 2014<br \/>\n<\/strong>Deutlich feiner als der Eichberg, zwar auch noch einen kleinen Hauch k\u00fcnstliche Parf\u00fcmiertheit, aber die S\u00fc\u00dfe ist eine normale Erdbeers\u00fc\u00dfe die ein Sp\u00e4tburgunder haben darf, frische Struktur dazu eine leicht austrockenendes Tannin, ein frischer und sch\u00f6ner Sp\u00e4tburgunder. Bewertung: 17,5<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Stadt Klingenberg<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder Schlossberg<\/strong><strong> 2014<\/strong><\/p>\n<p>Wirkt deutlich k\u00fchler und h\u00e4rter, schon in der Nase, leicht s\u00fc\u00dfliche Erdbeere, etwas Himbeere, ganz leichte k\u00fchle Rauchigkeit. Am Gaumen etwas h\u00e4rter, daf\u00fcr aber mit toller frische, gro\u00dfer Stoff, m\u00fcrbe am Gaumen, guter Zug, bekommt etwas Schwarzkirsche und Brombeere, etwas d\u00fcsterer, die m\u00fcrbe Struktur ist grandios. Bewertung: 18,0<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Jean Stodden <\/strong><\/h3>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder <\/strong><strong>Sonnenberg 2014<\/strong><\/p>\n<p>Etwas Salbei, schwarzer Pfeffer, hat eine Mischung aus k\u00fchl und warm, gute Struktur am Gaumen, saftig und mit feinem Tannin hinterlegt, auch ein touch R\u00f6staromen, aber alles im Rahmen, der erst vern\u00fcnftige Sp\u00e4tburgunder, danke, etwas Moos, dazu Zwetschge aber auch ein leicht rauchiger animalischer touch. Bewertung: 17,5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>J. Neus<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Sp\u00e4tburgunder <\/strong><strong>Horn 2014<\/strong><\/p>\n<p>Deutlich feiner und geschmeidigere Nase, Pinot ja! Erdbeere, sehr erdig, schon auch die leicht deutsche s\u00fc\u00dfe aber durchaus charmant, knackig am Gaumen, etwas Himbeere, m\u00fcrbes feines Tannin, l\u00f6st sich gut auf, extrem Fruchtig, etwas Zwetschge und Erdbeere, alles in allem sehr stimmig und ausgewogen, sch\u00f6ner deutscher Sp\u00e4tburgunder. Bewertung: 17,0<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Huber Sp\u00e4tburgunder Bienenberg 2014 Der Sp\u00e4tburgunder Bienenberg kommt auf den ersten Blick als dichter und kraftvoller Power-Sp\u00e4tburgunder daher, das verwundert nicht, da es auch die, vom Boden her, fetteste Lage der Hubers ist. 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