{"id":735,"date":"2016-09-26T18:11:05","date_gmt":"2016-09-26T16:11:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/?p=735"},"modified":"2016-09-26T18:11:05","modified_gmt":"2016-09-26T16:11:05","slug":"vdp-riesling-grosse-gewaechse-2015-nahe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/weinbewertungen\/vdp-riesling-grosse-gewaechse-2015-nahe\/","title":{"rendered":"VDP Riesling Gro\u00dfe Gew\u00e4chse 2015 \u2013 Nahe"},"content":{"rendered":"<p>Auf der Pr\u00e4sentation der Gro\u00dfen Gew\u00e4chss \u00a0in Wiesbaden hatten wir das Privileg und das gro\u00dfe Vergn\u00fcgen, die 2015er Riesling von der Nahe nebeneinander zu verkosten. Die Rieslinge dieser Region setzen im Jahrgang 2015 den Ma\u00dfstab f\u00fcr trockenen Riesling in Deutschland! Keine andere Region konnte geschlossen auf so einem hohen Niveau \u00fcberzeugen. Es ist ein Strukturjahrgang an der Nahe, mit viel Mineralik, einer sehr lebendigen S\u00e4ure und Tiefgang, gerade hier ist allerdings auch die Harmonie und Kraft sehr ausgewogen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3><strong>D\u00f6nnhoff<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Riesling<\/strong> <strong>Dellchen 2015<br \/>\n<\/strong>Das Dellchen gl\u00e4nzt auch in diesem Jahr wieder mit der typischen Charmanten und seidigen Art. Das beginnt schon in der Nase, die durch intensive exotische Aromatik gl\u00e4nzt, mit Melone, reifer Birne und einer leicht rauchigen Ananas. Am Gaumen zieht das Dellchen allerdings gleich m\u00e4chtig an und pr\u00e4sentiert eine extrem feine Mineralik, es kommt Melone und reifer Pfirsich durch, dabei herrscht perfekt Harmonie und die frische S\u00e4ure ist grandios eingebunden. Ein gro\u00dfer Riesling der zu den besten der Region z\u00e4hlt! Bewertung: 18,5<\/p>\n<p><strong>Riesling Felsenberg 2015<br \/>\n<\/strong>Das Gro\u00dfe Gew\u00e4chs aus der Lage Felsenberg zeigt sich mal wieder als k\u00fchlster und feingliedrigster Riesling der Kollektion vom Weingut D\u00f6nnhoff. In der Nase dezent und mit kr\u00e4ftigem floralem Touch, nach Jasmin-Tee und Flieder, dazu kommt etwas Litschi und Pampelmuse. Am Gaumen mit harter Mineralik zu Beginn, f\u00e4ngt schon fast brutal an, dann kommt aber auch schnell seine weiche Seite durch, ein gelbfruchtiger Schmelz nimmt den Gaumen ein, etwas Banane und reife Honigmelone, die bizelige Salzigkeit bleibt aber die ganze Zeit am Gaumen haften und wirkt zum Abgang hin fast kalkig-austrocknend. Der Strukturwein des Riesling-Sortiments, der im 2015er Jahrgang besonders karg ausf\u00e4llt. Bewertung: 18,0<\/p>\n<p><strong>Riesling Hermannsh\u00f6hle 2015<br \/>\n<\/strong>Die Toplage am Weingut D\u00f6nnhoff wirkt im 2015 Jahr schon in der ersten Nase sehr offen und zug\u00e4nglich. Dabei zeigt er aber auch jetzt seine gro\u00dfe Eleganz und edle Zur\u00fcckhaltung, die Hermannsh\u00f6hle ist niemals schreiend oder laut, sondern immer ein feingliedriger Gentleman. Gelber Pfirsich und Marille, dazu kommt etwas Physalis und ein Hauch Orangenzeste. Am Gaumen wird die Zur\u00fcckhaltung, f\u00fcr die Mineralik, dann auch mal kurz abgelegt, hier kommt n\u00e4mlich von Beginn an m\u00e4chtig Druck und eine intensive Struktur durch, wieder etwas Orangenzeste und reife Marillen, hat zum Abgang hin fast etwas von Nektar so fein flie\u00dft die Hermannsh\u00f6hle die Zunge runter.\u00a0 Ein Rieslinglegende, die mit Finesse und Struktur punkten kann wie kaum ein anderer Riesling. Bewertung: 19,0<\/p>\n<p><strong>Riesling Br\u00fccke Monopol 2015<\/strong><br \/>\nVersteigerungswein und der erste trockene Riesling aus der Lage Br\u00fccke seit 1998. In der Nase der opulenteste der vier GGs von D\u00f6nnhoff, intensive Exotik mit Melone und Papaya, am Gaumen mit gutem Beginn, viel Struktur, Mineralik und S\u00e4ure ziehen hier wieder ordentlich an, dann kommt sehr schnell der weiche Schmelz durch, etwas breiter und auch \u00fcppiger als etwa das Dellchen, hinten raus greift dann aber auch nochmal die m\u00fcrbe Struktur zu. Sch\u00f6nes Gro\u00dfes Gew\u00e4chs aber tendenziell das schw\u00e4chste Glied in dieser Grandiosen GG Reihe. Bewertung: 17,5+<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Sch\u00e4fer-Fr\u00f6hlich<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Riesling Fr\u00fchlingspl\u00e4tzchen 2015<\/strong><br \/>\nDie Lage Fr\u00fchlingspl\u00e4tzchen ist die Die Lage Fr\u00fchlingspl\u00e4tzchen liegt bei der Ortschaft Monzingen und besteht zum Gro\u00dfteil aus verwittertem rotem Schiefer mit Quarziteinschl\u00fcssen. In der Nase ist der Wein so offen, fruchtig und weich wie ein warmer Fr\u00fchlingstag, reifer Pfirsich, dazu etwas Mango und ein floraler Touch mit Maigl\u00f6ckchen. Im straffen 2015er Jahrgang bringt, der oft sehr weiche und schmeichelnde Riesling Fr\u00fchlingspl\u00e4tzchen, eine geh\u00f6rige Portion Struktur und salzige Mineralik mit, von der Frucht kommt wieder Ananas, dazu Maracuja und etwas Haselnuss. Bewertung: 17,5<\/p>\n<p><strong>Riesling Stromberg 2015<\/strong><br \/>\nStromberg ist die kargste Lage von Tim Fr\u00f6hlich und wirkt wie ein riesiger Vulkanbroken, der neben die Ortschaft Bockenheim gelegt wurde. In der Nase kommt auch hier die dezente Spontinase durch, hier zeigt sich die Nase mit Kamillentee, heu und Quittengelee. Am Gaumen schon erstaunlich harmonisch mit viel Saftigkeit und Frucht, wieder Quitte, dazu Ananas und Zitronenzeste, hinten raus kommt die Salzigkeit und eine m\u00fcrbe Struktur intensiv durch, trotz des soften Beginns klemmt sich der Wein super rein und bleibt rauchig h\u00e4ngen. Bewertung: 18,0<\/p>\n<p><strong>Riesling Felsenberg 2015<\/strong><br \/>\nSch\u00e4fer-Fr\u00f6hlichs Weine sind immer wieder eine herrliche Kombination aus intensiver, weicher Frucht und einer freakigen Spontinase, traumhaft! Der 2015er Felsenberg ist intensiv duftig mit rosa Pfirsich und Pink Lady Apfel, dazu kommt ein fast parf\u00fcmierter Touch mit Rosenbl\u00e4tter und diesmal dezent im Hintergrund eine leichte Spontinase. Am Gaumen ist er fest und griffig wie eh und je, Mineralischer-Druck und animierende Saftigkeit stehen sich dabei jedoch in nichts nach, gelber Pfirsich, etwas Kamillentee, dazu Heu und etwas Speckbirne, abgerundet von einer dezenten Rauchigkeit zum Abgang hin. Bewertung: 18,0-<\/p>\n<p><strong>Riesling Felseneck 2015<\/strong><br \/>\nDie Spitzenlage des Hauses und wie immer auch der Kopf des Sortiments. Die Lage Felseneck mag noch nicht so legend\u00e4r sein wie andere Riesling-Lagen in Deutschland, f\u00fcr uns geh\u00f6rt Sie allerdings zu den absolut besten Lagen des Landes. Beim ersten riechen l\u00e4uft einem schon das Wasser im Mund zusammen, eine herrliche Spontinase, die sich in Salbei, Pfefferminz und Oregano ausdr\u00fcckt, etwas Zitronenmelisse schiebt sich auch noch hinterher. Am Gaumen mit unb\u00e4ndigem mineralischem Druck, der Gaumen ist ausgesprochen harmonisch und nuanciert, mit wei\u00dfem Pfirsich, Ananas und feiner Kr\u00e4uterw\u00fcrze, die Komplexit\u00e4t setzt dabei Ma\u00dfst\u00e4be, t\u00e4nzelnd bleibt der Wein schier ewig im Mund. Grandios! Bewertung: 19,0<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Gut Hermannsberg<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Riesling Rotenberg 2015<br \/>\n<\/strong>Die Lage Rotenberg ist gepr\u00e4gt, wie der Name schon verr\u00e4t, vom roten Schiefer und liegt in einem Seitental der Nahe. In der Nase zeigt sich der Boden mit reifer roter Frucht und rauchigen Ankl\u00e4ngen, etwas Zwetschge und roter Pfirsich. Am Gaumen mit saftigem Beginn, dann kommt weicher Schmelz mit intensiver roter Frucht, Himbeere und Johannisbeere, Grapefruitzeste und auch hier wieder ein leicht schiefriger Rauch, mit einem weichen und zarten Abgang. Bewertung: 17,5-<\/p>\n<p><strong>Riesling Steinberg 2015<\/strong><br \/>\nDer Steinberg wirkt gleich deutlich karger und verhaltener mit sehr dezenter Frucht, eher von der steinigen Struktur gepr\u00e4gt. Am Gaumen sehr minimalistisch und auch etwas ausgezerrt, puristischer, aber da fehlt auch etwas K\u00f6rper. Bewertung: 17,5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Schlossgut Diel<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Riesling Pitterm\u00e4nnchen 2015<\/strong><br \/>\nDas Pitterm\u00e4nnchen von Caroline Diel beginnt \u00e4u\u00dferst fein mit zarten floralen Noten, Rosenbl\u00e4tter, dazu Orangenzeste und etwas Efeu, bleibt immer elegant und bekommt noch etwas Minze dazu. Am Gaumen ebenso fein, aber trotzdem mit einem guten Zug, nach straffem Beginn setzt eine charmante Phase am Gaumen ein, weich geht\u2019s mit Williamsbirne und Melone zum Finish, harmonischer und klassischer Nahe-Riesling. Bewertung: 17,5-<\/p>\n<p><strong>Riesling<\/strong> <strong>Burgberg 2015<br \/>\n<\/strong>In der Nase mit einem leicht ausgefallenen Beginn, riecht leicht nach Weinkeller, dann kommt schnell eine von Zitrus gepr\u00e4gte Nase durch mit Limette und Efeu. Am Gaumen straffer Beginn, leicht kalkige Mineralik scheint durch, sehr verhaltene Frucht mit etwas wei\u00dfer Pfirsich, Litschi, bleibt durchwegs stimmig und zeigt sch\u00f6ne Finesse Bewertung: 17,5-<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Joh. Bapt. Sch\u00e4fer<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Riesling Pitterm\u00e4nnchen 2015<\/strong><br \/>\nSebastian Sch\u00e4fers Pitterm\u00e4nnchen ist etwas gr\u00fcner von der Fruchtauspr\u00e4gung, Kr\u00e4utrige und leicht rauchige Nuancen dominieren in der Nase, Salbei, Zitronenmelisse und etwas Heu. Am Gaumen saftig und sehr harmonisch, weiche Struktur, etwas unreife Melone, dazu Quitte und etwas Speckbirne. Bewertung: 17,0<\/p>\n<p><strong>Riesling<\/strong> <strong>Goldloch 2015<\/strong><br \/>\nAuch im Jahrgang 2015 wieder ein typisches Goldloch mit einer intensiven und exotischen Nase, hier kommt reife Mango, Ananas und etwas Banane durch, dazu ein leicht rauchiger Touch, dicht und einnehmend. Am Gaumen mit w\u00fcrziger F\u00fclle, m\u00fcrbe Struktur und eine feine S\u00e4ure im Hintergrund, hat phantastische Anlagen, hinten raus dominiert ein feiner Schmelz den Gaumen, fast etwas Sesam, dazu reife Banane und Physalis. Ein grandioses Goldloch, mit Tiefgang, Komplexit\u00e4t und Struktur. Bewertung: 18,0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Pr\u00e4sentation der Gro\u00dfen Gew\u00e4chss \u00a0in Wiesbaden hatten wir das Privileg und das gro\u00dfe Vergn\u00fcgen, die 2015er Riesling von der Nahe nebeneinander zu verkosten. Die Rieslinge dieser Region setzen im Jahrgang 2015 den Ma\u00dfstab f\u00fcr trockenen Riesling in Deutschland! Keine andere Region konnte geschlossen auf so einem hohen Niveau \u00fcberzeugen. 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