{"id":5194,"date":"2009-03-13T16:59:49","date_gmt":"2009-03-13T15:59:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/?p=5194"},"modified":"2018-03-13T17:00:51","modified_gmt":"2018-03-13T16:00:51","slug":"oesterreich-2008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/jahrgangsbewertungen\/oesterreich-2008\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreich 2008"},"content":{"rendered":"<p>Vergleicht man das heurige Weinjahr mit dem vergangenen in \u00d6sterreich, so findet man viele \u00dcbereinstimmungen. Doch genauso gibt es zahlreiche Gegens\u00e4tze zum Vorjahr. Gleich waren der gute Bl\u00fcteverlauf, wie auch die Witterung \u00fcber weite Teile. F\u00fcr deutliche Unterschiede sorgten manche Wetterkapriolen, die letztendlich auch die Lesezeitpunkte in den einzelnen Weinbaugebieten beeinflussten. Generell ist die Lese in der letzten Oktoberwoche abgeschlossen, f\u00fcr Pr\u00e4dikatsweine kann sich noch bis in den Dezember andauern.<\/p>\n<p>Gute und qualit\u00e4tsorientierte Weingartenarbeit der Winzer machte sich heuer mehr als in anderen Jahren bezahlt, konnten doch dadurch die Trauben ungeachtet des hohen F\u00e4ulnisdruckes gesund erhalten werden. So konnte man durchaus Ruhe bewahren und das gute Wetter im Oktober<br \/>\nabwarten, um reife und gesunde Trauben in den Keller zu bringen. Sortentypische Fruchtigkeit paart sich 2008 mit einem kernigen S\u00e4ureger\u00fcst, und einem angenehmen, nicht zu hohen Alkoholgehalt, die Menge wird h\u00f6her ausfallen als im Vorjahr.<\/p>\n<p>Das Vegetations- und Erntejahr<br \/>\nDer milde Witterungsverlauf sorgte f\u00fcr einen guten und eher fr\u00fchen<br \/>\nAustrieb, ab Mitte April setzte eine schnelle und gleichm\u00e4\u00dfige<br \/>\nRebenentwicklung ein. Die Bl\u00fcte im Juni war heuer durch gute Witterung<br \/>\nbeg\u00fcnstigt, und so waren die Erwartungen gro\u00df \u2013 vorerst. Denn schon kurz<br \/>\ndanach sorgten erste Hagelschl\u00e4ge f\u00fcr eine erste nat\u00fcrliche<br \/>\nErtragsbegrenzung und dr\u00fcckten dem Jahrgang den ersten Stempel auf.<\/p>\n<p>\u201eHagel und viel Feuchtigkeit\u201c \u2013 diese beiden Worte kennzeichnen f\u00fcr die Winzerschaft den heurigen Jahrgang, wenn sie an die notwendig gewesene Arbeit im Weingarten denkt. Hagelschl\u00e4ge sowohl in der fr\u00fchen als auch sp\u00e4ten Wachstums- und Reifephase sorgten f\u00fcr Beeintr\u00e4chtigungen, wobei fr\u00fche Sch\u00e4den durch die<br \/>\nRebe zu einem gro\u00dfen Teil im weiteren Verlauf ausgeglichen wurden.<br \/>\nDie Feuchtigkeit brachte zwar eine gute Rebenversorgung, aber auch einen<br \/>\nhohen Krankheitsdruck f\u00fcr Echten und Falschen Mehltau. Das war der<br \/>\nPr\u00fcfstein f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Weingartenarbeit. Hier zeigte sich, wer<br \/>\nseine Hausaufgaben im Weingarten gemacht hatte. Bei guter Vorsorge<br \/>\nkonnten die Probleme gel\u00f6st bzw. vermieden werden. Au\u00dferdem war dann ein<br \/>\nZuwarten m\u00f6glich, um eine entsprechende Traubenreife zu erhalten. F\u00fcr<br \/>\nmanche biologisch arbeitende Betriebe war der extrem hohe<br \/>\nDruck jedoch unbeherrschbar, es mussten schmerzhafte Ertragseinbu\u00dfen<br \/>\nhingenommen werden.<\/p>\n<p>Immer wieder waren den Sommer \u00fcber gewitterbedingt Hagelschl\u00e4ge<br \/>\nhinzunehmen. Je nach Temperatur kam es dann zu h\u00f6herem Infektionsdruck<br \/>\noder einem Eintrocknen der gesch\u00e4digten Beeren.<\/p>\n<p>Reife und Lesezeitpunkt<br \/>\nMit dem Weichwerden der Beeren Mitte August stellte sich der Anfang der<br \/>\nReife ein. Durch die Feuchtigkeit kam es zu einer guten Rebversorgung,<br \/>\nsodass die Mostinhaltsstoffe heuer sehr gute Voraussetzungen f\u00fcr die<br \/>\nG\u00e4rung brachten. Auf Grund des eher k\u00fchlen Witterungsverlaufes im<br \/>\nSeptember und Oktober war aber nur eine sehr schleppende Zunahme an<br \/>\nReife und Gradation zu verzeichnen. Das beeinflusste auch die regionalen<br \/>\nLesezeitpunkte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend im Burgenland, vornehmlich im Seewinkel, bereits in den ersten<br \/>\nOktobertagen die Lese beendet war, im Weinviertel zum Staatsfeiertag am<br \/>\n26. Oktober die letzten Trauben abgeschnitten wurden, hatte zu diesem<br \/>\nZeitpunkt die Lese in der Wachau f\u00fcr die h\u00f6heren Qualit\u00e4tsstufen noch<br \/>\ngar nicht richtig begonnen.<\/p>\n<p>Wer die Nerven behielt und eine weitere physiologische Reife abwartete \u2013<br \/>\nwenn dies auch vom Traubenzustand her m\u00f6glich war \u2013 hatte nach dem<br \/>\nk\u00fchlen September einen relativ sch\u00f6nen Oktober zur Verf\u00fcgung, um die<br \/>\nLese doch noch gut abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.weinfurore.de\/oesterreich?jahrgang=2008\">Weine aus dem Jahrgang 2008 in unserem Shop<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vergleicht man das heurige Weinjahr mit dem vergangenen in \u00d6sterreich, so findet man viele \u00dcbereinstimmungen. Doch genauso gibt es zahlreiche Gegens\u00e4tze zum Vorjahr. Gleich waren der gute Bl\u00fcteverlauf, wie auch die Witterung \u00fcber weite Teile. 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