{"id":3360,"date":"2013-01-14T16:18:44","date_gmt":"2013-01-14T15:18:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/?post_type=encyclopedia&#038;p=3360"},"modified":"2018-03-09T12:26:45","modified_gmt":"2018-03-09T11:26:45","slug":"geschmack","status":"publish","type":"encyclopedia","link":"https:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/weinglossar\/geschmack\/","title":{"rendered":"Geschmack"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Geschmackssinn versteht man die chemischen Sinnesreize am Gaumen. Die Rezeptoren f&uuml;r die Geschmacksqualit&auml;ten sind beim Menschen auf den so genannten Geschmackspapillen angesiedelt, welche ann&auml;hernd gleichm&auml;&szlig;ig &uuml;ber die Oberseite der Zunge verteilt sind. Sie dienen der Beurteilung mechanischer Eigenschaften der aufgenommenen Lebensmittel. .<br>\nTraditionell wird davon ausgegangen, dass der Mensch vier (mit Umami f&uuml;nf) Geschmacksrichtungen unterscheiden kann. Neueste Forschungsergebnisse lassen auf einen sechsten Sinn f&uuml;r Fett schlie&szlig;en. Der Mensch unterscheidet die sechs Grundqualit&auml;ten: .<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/weinglossar\/suess\/\" target=\"_self\" title=\"Pr&auml;dikats-Weine mit mehr als 45 gr. Restzucker\" class=\"encyclopedia\">s&uuml;&szlig;<\/a>, ausgel&ouml;st durch Kohlenhydrate oder S&uuml;&szlig;stoffe<br>\nsalzig, ausgel&ouml;st durch mineralische Salze<br>\nsauer, ausgel&ouml;st durch S&auml;uren (niedrige pH-Werte)<br>\nbitter, ausgel&ouml;st durch Bitterstoffe<br>\numami, ausgel&ouml;st durch Glutamins&auml;ure (fleischig, herzhaft)<br>\nfett, ausgel&ouml;st durch ein Glycoprotein<br>\nHingegen ist scharf trotz zahlreicher anderslautender Vermutungen kein Geschmack, sondern eine Schmerzreaktion. Ebenso ist der adstringierende Effekt bei tanninreichen Rotweinen, der nicht mit bitter verwechselt werden darf, kein Geschmack sondern eine taktile Empfindung speziell an den Wangen-Innenseiten.<br>\nDie Annahme, dass einzelne Rezeptorzellen f&uuml;r einzelne Geschmacksrichtungen zust&auml;ndig sind, gilt mittlerweile als &uuml;berholt. Auch die oft noch anzutreffende Kartierung der Zunge (<a href=\"https:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/weinglossar\/riedel\/\" target=\"_self\" title=\"Renommierter &ouml;sterreichischer Glashersteller (Kufstein, Tirol), der als Erster den gro&szlig;en Einfluss der Glasform auf die Wahrnehmung und damit den Genuss von alkoholischen Getr&auml;nken erkannte. Georg Riedel entwickelte daraus die Erkenntnis,&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Riedel<\/a>) in unterschiedliche Bereiche f&uuml;r s&uuml;&szlig; (an der Zungenspitze), salzig (vordere Zungenr&auml;nder), sauer (hintere Zungenr&auml;nder) und bitter (mittlerer Zungengrund) ist demzurfolge nicht mehr haltbar. Stattdessen wird heute eher von einem Geschmackskontinuum ausgegangen. Dabei st&uuml;tzt man sich auf die Erkenntnis, dass die bisher gefundenen Rezeptorzellen stets f&uuml;r mehr als nur eine Geschmacksrichtung erkennen konnten.<br>\nBeim Genuss von Wein (und aller anderen Speisen und Getr&auml;nken) vermischen sich erst im Gehirn die empfangenen Eindr&uuml;cke von Zunge und R&uuml;ck-<a href=\"https:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/weinglossar\/geruch\/\" target=\"_self\" title=\"Der Geruch (franz.: odeur) ist die Wahrnehmung von Eindr&uuml;cken, die von den Rezeptoren im Geruchsorgan an das Gehirn geliefert werden. Wie der Geschmack z&auml;hlt der Geruch zu den chemischen Sinnen.&hellip;\" class=\"encyclopedia\">Geruch<\/a> zu einem Gesamt-Eindruck. In Kombination von Geschmack und mannigfaltigem Geruch entsteht eine komplexe Vielfalt von Sinnesnuancen. Die menschliche <a href=\"https:\/\/www.weinfurore.de\/blog\/weinglossar\/nase\/\" target=\"_self\" title=\"Weinjargon f&uuml;r Duft, Aroma oder Bukett\" class=\"encyclopedia\">Nase<\/a> ist dabei der Zunge tausendfach &uuml;berlegen. Jeder kennt das Ph&auml;nomen, dass man bei einem Schnupfen zwar die Geschmacks-Richtungen erkennt, die Speisen jedoch &bdquo;nach nichts schmecken&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Geschmackssinn versteht man die chemischen Sinnesreize am Gaumen. Die Rezeptoren f\u00fcr die Geschmacksqualit\u00e4ten sind beim Menschen auf den so genannten Geschmackspapillen angesiedelt, welche ann\u00e4hernd gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Oberseite der Zunge verteilt sind. 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