Babo

Freiherr von Babo war der erste Direktor der Klosterneuburger Weinbauschule. Im Jahr 1869 entwickelte er die Klosterneuburger Mostwaage (KMW).

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Bacchus

Die weiße Rebsorte (auch Frühe Scheurebe) ist eine Neuzüchtung zwischen Silvaner x Riesling x Müller-Thurgau aus dem Jahre 1933 am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof in Siebeldingen-Pfalz. Namensgebend war Bacchus, der Weingott der Römer, auch: „Zweiter Dionysos“ genannt. Die früh reifende Rebe ist ertrtagsstark aber anfällig für Botrytis. Sie erbringt aromatische,

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Badener

Synonym für den Blauen Portugieser, eine der typischen Sorten in der Thermenregion, Nahe der (Bezirkshaupt-) Stadt Baden bei Wien.

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Balaton

Der Plattensee in Ungarn, mit 591 km² größte Süßwassersee Mitteleuropas, der auch als das „Meer Ungarns“ bezeichnet wird. Das Gebiet gilt auch als eines der landschaftlich schönsten Ungarns. Besonders das Nordufer mit seiner geschützten Lage ist hervorragend für den Weinbau geeignet. Vor allem werden hier Weißweine gekeltert, die häufigsten Rebsorten

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Balsamessig

Ital.: Balsamico, eine Spezialität aus der italienischen Region Emilia-Romagna. Ausgangsprodukt für Balsamico ist gekochter Traubensaft, der nach einer natürlich ablaufenden Essigsäure-Gärung lange (min. 3 bis max. 25 Jahre) in immer kleiner werdenden Fässern unterschiedlicher Holzsorten lagert und nach und nach immer stärker konzentriert wird. Dabei dürfen keine Aromastoffe zugesetzt werden.

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balsamisch

Ausdruck im Rahmen einer Wein-Ansprache, für typisch harzige, leicht bittere und als edel verstandene Geruch und Geschmacksnoten. Es umfasst die Palette von Eiche, Eukalyptus, Honig, Kiefer, Myrrhe, Pinie, Sandelholz, Tanne, Wacholderbeere, Weihrauch bis Zeder. Siehe auch Aromakreis.

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Banderole

Jede Flasche (mit Ausnahme von Tafel- und Landwein) muß, gemäß Weingesetznovelle von 1995, mit einer streifen- oder kreisförmigen Banderole versehen sein, diese dient der Mengenregistrierung und muss beim Öffnen der Flasche automatisch zerstört werden. Heute meistens in Form eines rot-weiss-roten Kapsel-Deckel im Verkehr.

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Barrique-Ausbau

Die Franzosen haben darin schon über 300 Jahre lange Erfahrung, in der übrigen Welt sind die Erfahrungen aus dem Ende des letzten Jahrhunderts. Da bereits durch die erste Füllung eines Fasses bis zu 85% seiner Fass-Aromen verloren gehen, werden sie nur zwei- bis dreimal belegt. Nur wenn neue Barrique-Fässer für

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Barrique-Fass

Kleines Eichenfass mit 225 Liter (Bordelaiser Maß) Inhalt. Im Gegensatz zu den großen Fässern, besitzt das kleine Fass eine größere Oberfläche zur Füllmenge und der Wein kann deswegen schneller reifen (Mikro-Oxidation). Andererseits gibt neues Eichenholz bestimmte Aromen und Gerbstofffe den Wein ab, siehe Barrique-Ausbau. Ursprünglich nur in Frankreich verwendet, hat

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Bâtonnage

Französische Bezeichnung (bâton = Stock) für das Aufrühren des Hefesatzes. Durch das Aufrühren wird auch die Bildung von unerwünschtem Schwefelwasserstoff (Böckser) verhindert.

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Baumé

Das vom französischen Chemiker Antoine Baumè (1728-1804) entwickelte Verfahren bzw. die nach ihm benannte Maßeinheit war und ist vor allem in den Mittelmeerländern gebräuchlich. Damit wird der potentielle Alkohol-Gehalt eines Weines unter der Annahme angegeben, dass der gesamte Zucker vergoren wird. Ein Grad Baumé (Bé) entspricht 17 bis 18 Gramm

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Beere

Botanisch: fleischige Frucht unter harter Schale, einzelner Teil einer Traube.

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Beerenauslese

Abgekürzt: BA, deutsche und österreichische Wein-Spezialität, vor allem im Burgenland. In Österreich mindestens 25° KMW, aus überreifen und edelfaulen Trauben. Die Edelfäule (Botrytis) tritt idealerweise bei feuchtwarmer Witterung auf. Sie perforiert die Haut der vollreifen Beeren, wodurch das Fruchtwasser verdunstet und der Zuckergehalt der rosinenartig geschrumpften Beeren stark ansteigt. Der

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Beisl

Wiener Bezeichung für ein Wirtshaus. Meist sozial eng mit dem Grätzl (Umgebung) verbunden, indem es gelegen ist. Der Begriff „Beisl“ leitet sich, ebenso wie das schweizerische „Beitz“, vom hebräischen Wort „Bajis“ (Haus) ab.

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Bellini

ein Cocktail, der aus gekühltem Fruchtmark weißer (nie gelber) Pfirsiche, trockenem Prosecco und etwas Zuckersirup besteht. Kreiert wurde er in den 30iger Jahren in „Harry’s Bar“ in Venedig von Guiseppe Cipriani und avancierte im zeitgenössischen Venedig schnell zum beliebten Longdrink und hat bis heute nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Der

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Bentonit

Tonhaltiges Gestein (verwitterte vulkanische Asche), auch als Tonerde bezeichnet, mit einer hohen Oberflächenanziehung (Adsorptions-Vermögen). Im Weinbau werden Bentonit für eine Eiweiß- bzw. Wärme-Stabilisierung verwendet. Das Ergebnis sind reintönigere Weine.

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Beregnung

Künstliche Bewässerung in Weingärten bei zu wenig natürlichem Niederschlag (Tropfberegnung, z.B. in der Wachau).

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Bergland Österreich

Mit nur 21 Hektar Rebfläche (0,04% der Anbaufläche) und nur 34 Weinbau-Betrieben das bei weitem kleinste der vier österreichischen Weinbau-Regionen. Der Name deutet auf den gebirgigen Charakter der betreffenden Gebiete in Kärnten, Öberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg hin. Die Anderen, Wichtigeren sind: Weinland Österreich (mit den Bundesländern Niederösterreich und Burgenland,

Bergwein

stammt aus Weingärten mit Hangneigungen über 26 Prozent, er darf, auch wenn er sensorisch nicht die Stufe Qualitätswein (mind. 15 Grad KMW) erreicht, in 0,75 und 0,375 l Flaschen abgefüllt werden.

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Bewertungsschema

In dieser Tabelle finden Sie die Bedeutung der Bewertungen im 20- und 100-Punkte-System. 20 Punkte 100 Punkte Gläser Bedeutung 14,0 82 1 Guter Wein 14,5 84 1 Guter, ansprechender Wein 15,0 85 1 Guter, sehr ansprechender Wein 15,5 87 2 Sehr guter Wein 16,0 88 2 Sehr guter, harmonischer Wein

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Bier

Ebenso weitverbreitetes Getränk, beim Wein kann u. U. ein Bierhefe-Geschmack vorkommen, was nicht unbedingt auf einen Weinfehler, sondern auf eine entsprechende Hefe zurückzuführen ist.

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Bio-dynamischer Weinbau

Diese Sonderform des biologisch-organischen Weinbaus geht auf den österreichischen Antroposophen Rudolf Steiner (1861-1925) zurück. Grundlage des biologisch-dynamischer Landbaus ist es, aus dem „Kreislaufgedanken“ heraus den landwirtschaftlichen Betrieb als Organismus zu sehen. Von außen sollen möglichst wenig Betriebsmittel in den Betrieb gelangen bzw. die, die nötig sind, sollen so weit eingearbeitet

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